Kaum ein Kontinent wird derart mit Fußball identifiziert wie Lateinamerika, der Herkunftsregion der größten Fußballstars aller Zeiten. Etwa Ronaldinho oder Pelé, über den Eduardo Galeano einmal sagte, er »spiele Fußball wie Gott, würde sich Letzterer ernsthaft dieser Angelegenheit widmen«.
Haben Vorfälle mit rechtsextremistischem Hintergrund in deutschen Fußballstadien auch abgenommen, so sind sie doch nicht verschwunden. Und insbesondere bei niedrigeren Spielklassen häufen sich rassistische Beschimpfungen oder das Zeigen nationalsozialistischer Symbole. Jonas Gabler fragt, welche Faktoren rechtsextremistisches Verhalten im Fußball begünstigen oder behindern.
Körperliche Ertüchtigung, Gemeinschaftsgeist und Bindung an die Partei waren die wichtigsten Ziele der Sozialdemokratischen Sportbewegung. Der Fußballsport der Ersten Republik widersprach dem Ideal der organisierten Massenertüchtigung, und die Arbeiterfußballer wehrten sich über Jahre gegen eine Vereinnahmung durch sozialdemokratische Sportverbände.