Gegenwärtige Prozesse der Normalisierung von Lesben und Schwulen müssen aus queer-feministischer Perspektive ambivalent bewertet werden: Einerseits eröffnen sie neue Möglichkeitsräume und Rechte, andererseits sind mit ihnen neue Anpassungsleistungen und Grenzziehungen verbunden.
„Schwule Sau!“, „blöde Lesbe!“ – Schimpfwörter, die auf deutschen Schulhöfen keine Seltenheit sind. Bis heute sind Vorurteile und die damit einhergehenden Diskriminierungen gegenüber sexuellen Minderheiten, vor allem gegenüber Lesben und Schwulen, auch an Schulen weit verbreitet. Das Thema sexuelle Vielfalt hingegen wird häufig totgeschwiegen.
Kann durch die Sexualität Macht auf den Menschen ausgeübt werden? Anhand des Beispiels "Homosexualität im 3. Reich" geht die Autorin diesen Fragen nach.