Die Texte wollen „Basics“ feministischer Theorie und Praxis näher bringen. Es geht darum, verschiedene (links)radikale feministische Ansätze zusammen zu denken und diese Überlegungen auf Themenbereiche linker Politik anzuwenden: Wo ist eigentlich ist der Ausgangspunkt unserer Kämpfe? Wie sehen feministische Perspektiven auf Freiraumpolitik aus? Wie auf Antimilitarismus, Rassismuskritik, Antifaschismus und Antikapitalismus? Wie war das mit der Definitionsmacht und was genau ist konsensualer Sex? Und diese Fragen sind noch lange nicht alle.
Innerhalb des dauerkriselnden kapitalistischen Wirtschaftssystems entwickelt sich das bedingungslose Grundeinkommen immer stärker zu einer sozialpolitischen Alternative. In den weltweiten sozialen Bewegungen gewinnt die Durchsetzung eines guten Lebens für alle ohne den Zwang zur Lohnarbeit beständig an Attraktivität. Mit den „Beiträgen zum Existenzgeld“ wollen wir Wirkungen des Existenzgeldes deutlich werden lassen, den Lohnarbeitsgedanken in Frage stellen, einige Grundeinkommensansätze als Katalysatoren von Arbeitszwang und Ausgrenzung entlarven und die Themen Menschenrechte und Migration aufgreifen.
Hannah ist die Rote Köchin, Mitglied einer spartakistischen Zelle am Bauhaus Weimar. Sie betrieb in den 1920er Jahren unweit des Bauhaus ein Restaurant – mit dem Kochlöffel wollte sie die Werktätigen für die Revolution gewinnen. Nach Seminar und Küchendienst mischten die Zellenmitglieder Sprengstoff, jagten Faschisten. Hannahs Geschichten zeigen, wie intensiv der Kampf um ein besseres Leben war, wie skurril und tragisch. Was ist aus Hannah geworden? Unklar. Geblieben sind nur ihre Aufzeichnungen und ihre Rezepte.
Der Konflikt zwischen Bakunin und Marx ist im Band 5 bis 1870 dokumentiert. Der Band 6 behandelt ab 1871 die folgenden Jahre, in denen der Konflikt seinen Höhepunkt und internationale Ausdehnung erreichte. Er enthält neben einer ausführlichen Einleitung des Herausgebers eine Vielzahl von erstmals übersetzten oder bisher unbekannten Materialien, unter anderem zu den internationalen Diskussionen über die Resolution der Londoner Konferenz und über die Revision der Statuten der Internationalen. Einen Schwerpunkt bildet die Dokumentation über den Haager Kongress der Internationale.
Vermehrt wird unter politischen Vorzeichen zu Nadel und Faden gegriffen und selbstbewusst treten »Craftistas« nach vorn: Menschen, die sich als Handarbeits-EnthusiastInnen outen, um damit sogar Politik zu machen. Vor diesem Hintergrund hat der Critical Crafting Circle TheoretikerInnen, KünstlerInnen, PraktikerInnen und AktivistInnen zur Auseinandersetzung mit dem neuen Handarbeits-Boom im deutschsprachigen Raum eingeladen.
Eine Blutlache breitet sich auf der Piazza Alimonda im Herzen Genuas aus. Von einer Polizeikugel aus nächster Nähe tödlich getroffen bricht Carlo Giuliani zusammen. Das Datum: Der 20. Juli 2001. Die Zeit: der frühe Nachmittag. Carlo Giuliani wurde nur 23 Jahre alt. Der 20-jährige Carabinieri Mario Placanica tötet ihn mit einem auf den Kopf abgefeuerten Schuß. In diesem Schuß kulminiert die von der italienischen Regierung angeheizte Polizeigewalt in einem politischen Mord.
Der Band gibt einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Leiharbeit in der Bundesrepublik, von den verruchten Anfängen bis hin zur Normalisierung unter sozialdemokratischer Führung. Verschiedene Autoren des syndikalistischen und linksgewerkschaftlichen Spektrums stellen die Besonderheiten dieser Form der Lohnarbeit dar, ihre individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen sowie deren ökonomische Bedeutung. Eine Einordnung im Kontext der sog. Agenda 2010 wie auch ein Blick in die internationale Landschaft der „Leihbuden“ verstehen sich von selbst. Abschließend wird auf Ansätze und Möglichkeiten des Widerstands und die aktuelle Debatte um „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ eingegangen.
Kompakt und in klarer Sprache untersucht Ralf Hoffrogge in dem Buch «Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland» die Entwicklung sozialistischer Analysen und Theorien sowie verschiedene Praktiken und Organisationen der Arbeiterbewegung in Zeiten von Industrialisierung und Sozialistengesetzen, bis hin zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Leser_innen begegnen in diesem Buch den Anfängen moderner Gesellschaftskritik und den Organisationsformern der der Kritiker_innen. Dabei können sie die Auseinandersetzung der frühen Arbeiterbewegung mit Themen wie Kapitalismus, Sexismus und Rassismus verfolgen.
In dem Buch, «Antifa – Geschichte und Organisierung», verfolgen die Autor_innen die Vorläufer, Theorien und Praktiken der linksradikalen Antifaschist_innen und erläutern konkret die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der gegenwärtigen Ausprägungen, wie Antideutsche, Antinationale oder Bewegungslinke.