Freiburg Februar 2004. Das selbstverwaltete autonome Zentrum KTS wird gekündigt und steht vor der Räumung. Wie aus dem Nichts entsteht eine breite Mobilisierung für den Erhalt dieses Freiraums, dessen Einfluss weit in die politische Landschaft Freiburgs reicht. Es folgen zwei Monate intensiver Demonstrationen, Aktivitäten und Konzerte auf der Straße, die in der Love or Hate Parade anläßlich des 10-jährigen Bestehens gipfeln.
Chile gilt oft als wirtschaftliches und soziales Vorzeigemodell Lateinamerikas. Der Film erzählt dagegen eine andere Geschichte: Sie führt von der Diktatur Pinochets direkt zum heutigen entfesselten Neoliberalismus.
"Die Chance, die sich jetzt in Mexiko eröffnet, besteht darin, dass die Leute zum ersten Mal ernsthaft eine Idee entwerfen, um die Probleme mit ihren eigenen Mitteln und gegenseitiger Solidarität zu lösen. Zum ersten Mal, seit dem Mexiko ein unabhängiges Land ist, haben die Leute aufgehört, nach oben zu schauen und darauf zu warten, dass ein gnädiger Herr, ein Held kommt und alles löst und sie arbeiten bereits daran. Und da Ergebnisse von Seiten der professionellen Politiker fehlen, egal welche Farbe sie tragen und das Elend bereits so groß ist, fangen die Leute an, sich selber ihre Initiativen aufzubauen." Yeyo, Koordinator der "Universidad de la Tierra", Oaxaca 2007
San Salvador Atenco im Mai 2006, eine Stadt in der Nähe von Mexiko City. Zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen eskaliert ein Konflikt um Land und Rechte zwischen der zivilen Bevölkerung und der mexikanischen Regierung. 3.000 Einsatzkräfte dringen mit einer grausamen Brutalität in die Stadt ein. Das Ergebnis sind verwüstete Wohnungen, massive Verhaftungen, Vergewaltigungen und etliche Menschenrechtsverletzungen, die an die lateinamerikanischen Diktaturen der 70er Jahre erinnern.
Im November 2003 trafen sich Handelsminister aus 34 Ländern in Miami, Florida, um über die amerikanische Freihandelszone FTAA zu verhandeln. Das FTAA hat verheerende Wirkungen auf Arbeiter, Umwelt und öffentliche Dienste, wie Gesundheitsversorgung, Bildung und Wasserversorgung und bedroht die Rechte indigener Bevölkerung und die kulturelle Vielfalt in Nord-, Zentral- und Südamerika. Dem kapitalistischen Modell paramilitärischer Unterdrückung, dem Informationskrieg und der Konzernherrschaft setzen AktivistInnen Graswurzel-Widerstand, kreatives Handeln und internationale Solidarität entgegen.
"Wir, die indigenen Frauen, haben keine gute Ernährung, keine würdige Behausung, keinerlei medizinische Versorgung, keine Bildung, keine Aussicht auf Arbeit. So überleben wir im Elend.“ Esther, Kommandantin der EZLN vor dem mexikanischen Kongress, 28. März 2001
„Das Erdöl gehört uns allen“, heißt es im revolutionären Venezuela. Auf einer zweimonatigen Reise quer durch das Land, vom Maracaibo See bis zum Orinoco Delta, wird erstmals die Problematik der Erdölförderung und des Kohleabbaus umfassend dokumentiert.
Menschen ergreifen das Wort und erzählen von ihrem Alltag in deutschen Asyl-Unterkünften. "Wir werden hier mit unseren Problemen an einem abgelegenen Ort völlig allein gelassen." Sie schildern, wie ihr Wunsch, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, bei den deutschen Behörden immer wieder an Grenzen stößt - aber auch, wie sie versuchen, daran nicht zu zerbrechen oder sich dagegen auflehnen.