Mit ihrem weltweit beachteten Buch »Biopiraterie« nimmt die indische Wissenschaftstheoretikerin und Ökofeministin Vandan Shiva grundlegend Stellung zum Biokolonialismus in Weiterentwicklung der 500jährigen Geschichte kolonialer Unterdrückung und greift das geltende Patentrecht auf der Basis seiner ethischen Fragwürdigkeit und der damit verbundenen heuchlerischen Positionen an, die die Patenteigentümer einnehmen.
Genfood fasst kompakt zusammen, was jeder wissen muss, der gentechnisch veränderten Lebensmitteln nicht gleichgültig gegenübersteht: Ein einleitender Teil erläutert Geschichte, Hintergründe und Risiken der industriellen Modifizierung; anschließend verschaffen kurze Kapitel in alphabetischer Sortierung schnellen Überblick über den Stand der Dinge bei den wichtigsten Rohstoffen und Produkten (Mais, Milch, Reis, Soja, Süßwaren ...). Ein ausführlicher Serviceteil ergänzt das Handbuch um weiterführende Literaturtipps und Adressen.
1986 wird Árpád Pusztai an das Rowett Institute in Aberdeen/Schottland berufen, um über die Techniken der Genmodifikation zu forschen und Sicherheitstests für gentechnisch veränderte Organismen zu entwickeln. 1998 veröffentlicht er seine Forschungsergebnisse, die belegen, dass gentechnisch veränderte Kartoffeln das Immunsystem von Versuchsratten schädigen und das Organwachstum beeinflussen. Zwei Tage danach wird er auf politischen Druck hin suspendiert. Man verwehrt ihm den Zugang zu den Unterlagen seiner Studie und erteilt ihm Redeverbot.
Wir sind Kinder des Plastik-Zeitalters. Ob Designerlampe, Zahnbürste oder Auto: Kunststoffe ermöglichen seit Beginn des 20. Jahrhunderts Produkte, wie sie davor nicht denkbar waren. Allerdings hat diese Entwicklung eine dunkle Seite: Das vielseitige Chemiematerial enthält Gifte, und unsere Wegwerfgesellschaft produziert es in Mengen, die für Natur und Mensch gefährlich werden. An Land wird vergraben und verbrannt, was nicht recycelt werden kann; in den Ozeanen treibt Plastik in riesigen Strudeln, und selbst in unserem Blut ist der Stoff angekommen. Jahrelange Recherchen führten Regisseur Werner Boote zu Wissenschaftlern, Herstellern und Konsumenten in aller Welt. Im Buch zum Film steht, was er dabei erfahren hat.
Erwin Wagenhofer hat sich auf die Spur unserer Nahrungsmittel gemacht und die Menschen an den Orten ihrer Arbeit aufgesucht, in den Gewächshauslandschaften von Andalusien, auf den Fischkuttern der Bretagne oder auf dem Chefsessel von Nestlé. Das Ergebnis ist ein eindrucksvoller Film, der bei Vorführungen in der Schweiz und Deutschland bei Kinobesuchern und Medien auf große Aufmerksamkeit stieß und zu zahlreichen Debatten anregte. In Österreich ist We feed the World der erfolgreichste Dokumentarfilm aller Zeiten.
Kohl auf dem Grünstreifen, Wildblumen auf Verkehrsinseln, Moosbilder an Betonmauern: Eine besondere Form des Gartenbaus ist unter dem Namen »Guerilla Gardening« zu einer weltweiten Bewegung angewachsen und gewinnt immer mehr Anhänger, mit ganz unterschiedlicher Motivation und immer einfallsreicheren Methoden. Gärtnern ist cool geworden!