Monte Verita ist (derzeit) der einzige anarchistische Verlag aus Österreich. Bereits seit über 20 Jahren werden anarchistische KlassikerInnen, Literatur und die "Edition Wilde Mischung" herausgebracht. Wir haben nun einen Großteil des Verlagsprogramms in unseren Shop aufgenommen. Monte Verita produziert als Kleinverlag "books on demand".
Adler versucht als Vertreter des radikalen Flügels der Sozialdemokraten eine Rehabilitation von Stirners Einzigen, der im Verlauf der modernen Geistesgeschichte höchst unterschiedlich bewertet wurde. Stirners Verhältnis zum Proletariat, seine Auffassung von Egoismus und die Diffamierung seines Werks als Auswuchs kleinbürgerlichen Radikalismus wird in dem Buch ebenso endlich wieder in die Diskussion eingebracht wie Stirners ambivalente Haltung zur kommunistischen Idologie.
"Das Programm gibt denjenigen eine Art von Antwort, die Anarchisten für Träumer halten, die unfähig wären auch nur irgendein Projekt sozialer Veränderung zu verwirklichen." (1980)
Michael Bakunin´s Standardwerk, welches eine seiner wichtigsten politischen Schriften wurde, ist eine kritische Auseinandersetzung mit den Begriffen Gott und Staat. Eine seiner radikalen Schlußfolgerungen war: "Wenn Gott wirklich existierte, müßte man ihn beseitigen."
Edelstadt gehörte zur Generation der jiddischen ''Arbeiterdichter" in Amerika. Seine Gedichte und publizistischen Arbeiten, die in der anarchistischen Presse in den USA erschienen, hatten über ihre politische Wirkung hinaus einen großen Einfluß auf Stil und Thematik der jungen jiddischen Literatur in Amerika. Edelstadt beschrieb das Elend der jüdischen Emigranten in den USA gegen Ende des 19. Jahrhunderts und brachte ihre revolutionären Hoffnungen zum Ausdruck. Viele seiner Gedichte wurden vertont und zu populären Arbeiterliedern.
Das Projekt "Theater der Tat" entstand nach einer Idee von Ottwald John. Es soll Theater, Lesungen und Aktionen umfassen, die spontan und ohne Schielen auf Subventionen entstehen. Das ertse Projekt liegt in Form dieser DVD vor.
Karl Flanner, seines Zeichens Historiker und Leiter des "Archivs und Museum für Arbeit und Industrie", läßt in diesem Band die von der Herrschaftsgeschichte ausgeklammerte Geschichte der Anarchisten in Wiener Neustadt wieder aufleben. Von den abstrusen Aufzeichnungen eines ehrgeizigen Polizeikommissars bis zu der von Pierre Ramus inszinierten Sterilistaionsbewegung unter Arbeitern rollt er detailgetreu und auf der Basis seines eigenen Archivmaterials die "ungeliebten Umtriebe" der Anarchisten wieder auf.
Der Autor, den Verantwortlichen für die Fäulnis im Staat auf der Spur, beschreibt kritisch und amüsant und fast wie aus dem wirklichen Leben gegriffen: Am Ende herrscht ein umwölkter Patridiot nach Belieben. Die Große Korruption ist gestürzt, die Tyrannei an ihre Stelle getreten. Zurück bleibt das für dumm verkaufte Volk, das die nationalrassistischen Geister, die es rief, nicht mehr los wird...
Beim "Zinnsoldat" handelt es sich um eine Art Pamphlet auf unser Verziehungs- und Verblödungssystem, das immer schon bestens funktioniert und stets "brav" opportunistischen Ungeist in vorauseilendem Gehorsam bewiesen hat. Dazu bedarf es stets eines Heeres devoter "Zinnsoldaten". In der deskriptiven Analyse hat der Autor versucht, sich auf mehreren Ebenen seiner "Angebiedertheit" über dieses eine der vielen Subsysteme unserer Gesellschaft etwas Luft zu verschaffen.