Im Juli 2010 durchsuchten die Behörden mehrere Wohngemeinschaften und ein Vereinslokal in Wien. 4 AktivistInnen sitzen seitdem in U-Haft. Ihnen wird ein Brand bei einem AMS (Arbeitsmarktservice) vorgeworfen.
Eine besondere Bedeutung misst das Buch den Prozessen der Selbstorganisierung innerhalb der Sozialproteste zu, die sich unabhängig von gewerkschaftlichen Positionierungen entwickeln, ohne dabei basisgewerkschaftliche Initiativen aus den Augen zu verlieren. Es enthält eine Chronik, die den Widerstand gegen den sozialen Angriff seit Verabschiedung der Hartz-Gesetze im Herbst 2002 dokumentiert. Zum Abschluss wagt der Sammelband eine Diskussion über neue Formen und Visionen des Sozialen jenseits von Arbeit und Staat.
Was sind das für Mädchen und Frauen, die sich selbst als "rechts" bezeichnen? Was suchen, was finden sie in dieser immer noch von Männern dominierten Szene? Wie sehen sie ihre Rolle als Frau? Gibt es so etwas wie eine "braune Emanzipation"?
Ruth Beckermann führte während der "Wehrmachtsausstellung" 200 Interviews mit ehemaligen Soldaten, die sie u.a. zu diesem Buch verarbeitete. In einer Mischung aus Hilflosigkeit, Scham, Opportunismus und ungebrochenem Fanatismus berichten die Zeitzeugen von Verbrechen wie Erschießungen von russischen Kriegsgefangenen, der Ermordung von Juden und der Mißhandlung von Frauen.
Die Bernd Eichinger-Produktion 'Der Untergang' mit Bruno Ganz (Schweiz) als Hitler mit 4 Millionen Zuschauern nach nur vier Wochen übertrifft alle deutschen Kinoerfolge der vergangenen Jahre. Mit diesem Hitler-als-Mensch-Spektakel geht weniger ein neues Interesse an der eigenen Geschichtsaufarbeitung einher, als vielmehr eine selbstbewusstere Welle ihrer Entsorgung.
Was als "Umbau" des Sozialstaates begann, hat Anfang der neunziger Jahre zu einem grundlegenden Kurswechsel in der Sozialpolitik geführt. Unter dem Vorwand der notwendigen Globalisierung und der nationalen Standortpolitik werden die Fundamente des Sozialstaates zur Disposition gestellt. Mit dem materiellen Abbau des Sozialstaates ist eine ideologische Neuvermessung des Sozialen verbunden. Autoritäre Traditionslinien deutscher Sozialpolitik werden im selben Maße wieder belebt, wie die Diffamierung des Gleichheitspostulats Einzug in den Sozialdiskurs hält.
Im Hinblick auf die seit dem Jahr 2000 wieder ausgebrochene Debatte über den politischen Standort Haiders bietet diese Zusammenstellung seiner Aussagen über die Geschichte des 20. Jahrhunderts, über Ausländer, Gastarbeiter und ethnische Minderheiten sowie über Österreich und Europa Orientierung.
m Mittelpunkt stehen Originalbeiträge von Daniel Jonah Goldhagen zur internationalen Rezeption von Hitlers willige Vollstrecker und zur Forderung nach einem Paradigmenwechsel in der Holocaustforschung. Darüber hinaus diskutieren Andrei S. Markovits und Jürgen Elsässer in zwei Streitgesprächen das Versagen von Rot-Grün in der Walser-Debatte und den Umgang der deutschen Linken mit dem Kosovokrieg.
In den sieben Jahren der NS-Herrschaft in Österreich hat ein gigantischer Vermögenstransfer stattgefunden. In zunächst spontanen Raubzügen, dann in scheinlegal geregelten Aktionen wechselte nahezu das gesamte Eigentum der jüdischen Bürger - Häuser, Firmen, Geschäfte, Wohnungen, Mobiliar - die Besitzer. Was für die einen unerhofften Aufstieg bedeutete, war für die anderen der Beginn eines Leidensweges, der in Exil oder Deportation endete.