Susie Bright`s (eine der bekanntesten Sex-KolumnistInnen der USA) Buch dient nicht nur als Ratgeber in Sachen Dildos & Sexspielzeug, sondern bricht auch Tabus der Lesbenszene.
Foucault hat „Sexualität“ und „Erotik“ weitgehend als Spiel betrachtet, was bedeutet, daß die Regeln verändert werden können. Im Gegensatz zu den gängigen Aneignungen Foucaults in Gender Studies und Postfeminismus (Stichwort: „Dekonstruktion“) geben die Beiträge einen Überblick von Foucaults weitreichendem Machtbegriff (Bio-Macht, Sexualdispositiv usw.) bis zur Verwandlung des Begehrens-Subjekts ins neoliberale, unternehmerische Selbst.
In ihrem einzigartigen Ratgeber gibt Laura Davis Antworten auf die Verwirrung, Wut, Frustration und Hilflosigkeit, die Partnerinnen und Partner von Überlebenden sexueller Gewalt oft erleben. Im ersten Teil des Buches geht es um Fragen rund um Beziehungsthemen wie Bedürfnisse und Gefühle, Erwartungen, Grenzen, Nähe und Sex. Die Autorin zeigt, wie Partnerinnen und Partner ihre Geliebten im Umgang mit ihren Gewalterfahrungen unterstützen können, ohne jedoch ihre eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen.
Die Überwindung von autoritären Formen der Kindererziehung und monogamen, eheähnlichen Zweierbeziehungen war immer wieder integraler Bestandteil utopischer Gesellschaftsentwürfe auf Seiten der politischen Linken. Ebenso waren viele AktivistInnen der 1968er-Bewegung der Überzeugung, soziale Revolution sei nicht ohne „befreite“ Sexualität denkbar. Die Hoffnungen, die mit der Idee einer „sexuellen Revolution“ verbunden wurden, haben sich jedoch nicht erfüllt: Radikale Kommune-Projekte scheiterten, die fortschreitende Liberalisierung führte zur Kommerzialisierung von Sex(arbeit). Feministinnen kritisierten zu Recht, dass Fragen von Reproduktionsarbeit und Heterosexismus in gesellschaftsverändernden Entwürfen der Linken nur selten mitbedacht wurden.
Lesbisch und Lippenstift? Homosexuell und hautenger Rock? Das sind nicht gerade die gängigen Vorstellungen, die über Lesben existieren. Doch auch in lesbischen Kreisen galt Weiblichkeit lange als nicht politisch korrekt und als Anpassung an die heterosexuelle Lebenswelt. Nun widmet sich das erste deutschsprachige Buch dem Thema Femme und zeichnet ein selbstbewusstes, radikales und politisches Bild einer femininen Lesbe, fern von den Klischees um Lederjacken, Motorräder, lila Latzhosen und kurze Haare.
Anhand praktischer Anleitungen und Übungen zeigt Sunny Graff, wie Frauen ihren Überlebenswillen und ihre Wut mobilisieren, um sich behaupten und verteidigen können. Mit Lernprogramm für Konfrontations- und Verteidigungstechniken, die jede Frau in die Tat umsetzen kann.