Im Rahmen eines Modellprojektes schrieben Mädchen das Buch „Macht uns nicht an!“. Der jetzt vorliegende Titel ist zugleich Auswertung und Vertiefung in pädagogischer Hinsicht. Er gibt Einblicke in die Entstehungsgeschichte und den Verlauf des Projektes und stellt Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung vor.
Das Kommuniqué wurde im Zuge der Besetzung der Universität von Santa Cruz im Herbst 2009 vom Kollektiv research&destroy verfasst. Es handelt von der Ausweglosigkeit des studentischen Lebens in Folge der kapitalistischen Durchökonomisierung aller Lebensbereiche. Zugleich ist es aber auch ein leidenschaftlicher Appell auf die Barrikaden zu gehen und das eigene Leben zurückzuerobern.
Marion von Osten zeichnet in ihrem Text die Entwcklungen des europäischen Hochschulwesens ausgehend von den 1950er Jahren bis Bologna nach. Begleitet wurden diese aber immer auch von Protesten seitens der Studierenden – denn Gegenwissen öffnet in Vergangenheit wie Gegenwart Handlungsräume und weitet den Horizont des politisch Imaginären in konstruktive und zugleich militante Richtungen.
Der Schmerz des Wissens befasst sich nicht mit historischen Ereignissen, vielmehr setzt das Buch sich damit auseinander, was und wie man aus diesen Ereignissen und ihrer Bedeutung lernen kann. Es bietet eine kritische Analyse der Dilemmata, welche die Holocaust- und Genozidthematik in der Pädagogik mit sich bringen.
Die Autoren nehmen eine Spurensuche anarchistischer Positionen und Konzepte zur Pädagogik vor, um Anregungen für eine weiterführende Diskussion über herrschaftsfreies Lernen zu geben.
"Es gibt nun Leute, welche behaupten: Ohne Zwang würden die meisten Kinder aber gar nichts leisten, für nichts wirkliches Interesse zeigen, geschweige denn gar sich realen ernstlichen und anhaltenden Anstrengungen dafür unterziehen, sondern nur faulenzen und Unfug treiben. Diese Auffassung (die übrigens allen Beobachtungen widerspricht) kommt mir immer vor, als behaupte man, die Kinder müßten, da sie noch gar nicht beurteilen vermöchten, was der Körper brauche, fünfmal täglich zu bestimmten Terminen vorgeschriebene Mahlzeiten von bestimmtem Ausmaß und bestimmtem Gehalt eingeflößt erhalten, ohne Rücksicht auf Hunger oder Neigung. Sonst würden sie alle "Suppenkaspars" werden und elendiglich verhungern." Walther Borgius
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den möglichen Wirkungen neuerer Geschlechtertheorien und aktuellen Ergebnissen der Ungleichheitsforschung auf die außerschulische Mädchenarbeit. Ziel der Arbeit ist es herauszuarbeiten, welche Innovationspotenziale diese theoretischen Ansätze und empirischen Erkenntnisse für die unter fachinternen Legitimationsdruck geratene Mädchenarbeit bieten können, um sie weiterzuentwickeln.
Mit der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen im November 1989 ist ein neues Kapitel in der Geschichte des internationalen Menschenrechtsschutzes aufgeschlagen worden. Mit ihr wurde nicht nur das Bewusstsein für Kinderrechte geschärft, sondern auch den Blick auf Kinder als Rechtssubjekte verändert. Erstmals wurden Kinderrechte und damit korrespondierende staatliche Umsetzungsverpflichtungen in umfassender Form völkerrechtlich festgeschrieben.
Im Zuge von Liberalisierung und Privatisierung im Dienstleistungssektor gewinnen private Bildungseinrichtungen zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Sammelband mit religiöser Erziehung und ihren Folgen auseinander. Die wachsenden „Marktanteile“ ideologisch motivierter Anbieter im Schulbereich erscheinen so als ein Aspekt des neoliberalen Umbaus der Gesellschaft.
Der Spanier Francisco Ferrer (1859-1909) gilt als wichtigster libertärer Reformpädagoge des 20. Jahrhunderts, der pädagogische Impulse aus dem Anarchismus aufgegriffen und in einem Konzept der "Rationalistischen Lehrmethode" zusammenfasste.