Vorgestellt werden die wesentlichen Merkmale antiautoritärer Pädagogik, ihre Theoretiker und die Institutionen, in denen Ansätze einer solchen Pädagogik verfolgt wurden und werden. Die Beispiele einer solchen Pädagogik und ihrer Geschichte, die sich aus dieser Darstellung ergeben, sollen die Aktualität antiautoritärer Pädagogik herleiten. Insbesondere die Antworten konservativer Pädagogik auf die Fragen von gewalttätigen Schülerinnen und Schülern werden problematisiert und mit einer herrschaftskritischen Analyse konfrontiert.
Das Konzept beruht auf einer humanistischen und pluralistischen Erziehung, die Demokratie-Erziehung mit einem kreativen Lernprozess koppelt. Der Lernprozess erfolgt im Rahmen von so genannten Aktivitäten, die Workshops gleichen und bei denen verschiedene Mittel – Literatur, Schauspiel, Musik, Spiele, Malen und Basteln – eingesetzt werden. Die Gedankenwelt der Kinder soll erweitert und gefördert werden, damit sie zu aktiven Partnern einer demokratischen Lebensauffassung werden.
In diesem Buch faßt der Philosoph Bertrand Stern nicht nur drei Jahrzehnte Erfahrungen mit einer radikalen Schulkritik zusammen; er animiert geradezu, aus dem schulischen Tabu und System auszubrechen, damit Menschen endlich sich frei bilden können, ist doch diese Gabe eine Widerspiegelung des Menschen und seiner Lebendigkeit. Und er eröffnet – bisher verstopfte – Horizonte auf Bildungs-Landschaften, deren kreative und aktive Gestaltung eine uns aufgetragene Herausforderung und Aufgabe ist.
Tolstoi, der weltbekannte russische Dichter, beschäftigte sich intensiv mit Fragen der Bildung und Erziehung. Er entwickelte hierbei eine antiautoritäre Pädagogik, die aus heutiger Sicht als eine libertäre Reformpädagogik beschrieben werden kann.
„Schwule Sau!“, „blöde Lesbe!“ – Schimpfwörter, die auf deutschen Schulhöfen keine Seltenheit sind. Bis heute sind Vorurteile und die damit einhergehenden Diskriminierungen gegenüber sexuellen Minderheiten, vor allem gegenüber Lesben und Schwulen, auch an Schulen weit verbreitet. Das Thema sexuelle Vielfalt hingegen wird häufig totgeschwiegen.
Als 1975 das Buch „Antipädagogik“ erschien, löste es Entrüstung und Begeisterung aus. Ekkehard von Braunmühl hatte pädagogisches Denken, die Erziehung der Kinder nach vorgegebenen Zielen und erzieherischen Ehrgeiz als Ursache für den allgegenwärtigen Erziehungskrieg zwischen Erwachsenen und Kindern entlarvt.
Schüler laufen Amok, Schulen fühlen sich der Gewaltausübung ihrer Klientel nicht mehr gewachsen. Lehrer resignieren. Trotzdem wird auch am Bildungswesen gespart. Die sattsam bekannten Systemmängel werden damit noch verfestigt. So, wie sie sind, betreiben Schulen Auslese und schaffen Ungleichheit.
Kinder und die Probleme, die Eltern mit deren Erziehung haben, sind in aller Munde. Für die einen sind sie »Tyrannen«, denen die Erziehenden nichts entgegenzusetzen haben, für die anderen »kleine Menschen«, die Hilfe und Schutz benötigen, um »in die Gesellschaft hineinzuwachsen«. Pädagogen und Psychologen scheinen zu wissen, wie viel Disziplin Kinder brauchen, damit sie auch zu dem werden, was man sich von ihnen erhofft. Und landauf, landab hört man von den Grenzen, welche Kindern unbedingt gesetzt werden müssten … Kritische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erkunden in diesem Band die Position und Perspektive von Kindern.
Die Körpersprache von Mädchen ist wie andere Verhaltensweisen sozialisiert und entspricht bestimmten gesellschaftlichen Klischees. In dem Begriff Körpersprache werden all jene unmittelbaren Ausdruckformen des Körpers zusammengefaßt, die eine Aussage über die Gefühle, Gedanken, die körperliche Befindlichkeit und die Absichten eines Individuums machen
„..zieht die Handlung (sexueller) Gewalt heraus aus ihrem Intimbereich und mitten rein in den gesamtgesellschaftlichen Kontext.“ Fuldaer Stadtblatt