International aktive AutorInnen diskutieren Aktualität, Möglichkeit, Kritik und Utopie einer radikal antikapitalistischen Gesellschaftskritik und -form auf der Höhe der Zeit. »Indeterminate!« ist ein Aufruf, Determinismen zu zerlegen, Unmögliches zu fordern, Geschichte zu gefährden.
Die aktuelle weltweite Kreditkrise zeigt, dass der unvermittelte Umschlag des Kreditsystems ins Monetarsystem keineswegs nur ein Phänomen des Geldsystems des 19. Jahrhunderts war, welches heutzutage keine Gefahr mehr darstellen würde. Diese Gefahr, gern als »Kernschmelze des internationalen Finanzsystems« bezeichnet, rückt die Frage nach der Qualität des heutigen Geldes erneut ins Zentrum des Interesses. Die seit dem Ende des Bretton-Woods-Systems nicht mehr gegebene formelle und fixe Konvertibilität der Währungen gegenüber der Geldware Gold hat verschiedene Interpreten des Kapitals veranlasst, die Notwendigkeit einer Geldware für die Konsistenz der Marx’schen Theorie in Frage zu stellen.
„Jenseits von Staat und Individuum“ untersucht zunächst die historischen Bedingungen der neuzeitlich-kapitalistischen Individualgesellschaft, um daraufhin – in Anlehnung an anarchistische Traditionen – ein alteritäres Verständnis von Individualität zu konzipieren. Individualität wird dabei als sozialer Wert gedacht, der autonome Lebenszusammenhänge stärken soll, anstatt sie in Form eines bürgerlichen Konkurrenzegoismus zu unterminieren.
Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden richtet sich in politischer Absicht vor allem an Aktivist/innen und Wissenschaftler/innen in linken und linksradikalen Zusammenhängen. Es sieht sich als Handbuch, das Hilfestellung leisten will zum Verständnis poststrukturalistischer Theorienbildung und ihrer revolutionären Potentiale, sowie zur Entfaltung eigener revolutionärer Theorie und Praxis.
Ideologisches Verschwörungsdenken – der Konspirationismus – dient hingegen politischen Gruppen dazu, sich selbst als uneigennützig und interessenfrei darzustellen, den verschwörerischen Feind jedoch der Verfolgung seiner Interessen und damit der Störung einer vermeintlich harmonischen Ordnung zu bezichtigen.
Wieso ein Jahrbuch der Gemeinwesenarbeit über Solidarische Ökonomie und Empowerment? Die Lebensbedingungen haben sich durch den massenhaft eingetretenen und drohenden Verlust von Erwerbsarbeit drastisch verschlechtert. Die Gemeinwesenarbeit, die sie verbessern sollte, ist immer mehr in die Defensive geraten und auf Soziale Arbeit reduziert und mit Reparaturleistungen befaßt worden. Ihre Beiträge für die Bewältigung sozialer Reproduktionsrisiken und Sicherung von Zukunft sind ungewiß geworden. Es gibt jedoch Modelle, die eine besondere Qualität und Beschäftigungswirksamkeit entfalten und zeigen, daß mehr geht als man denkt!
Weltweit und auch in Europa treten Unternehmen zunehmend aggressiver auf. Die Gewerkschaften weichen vor ihnen zurück. In den vergangenen Jahren entstanden daher europaweit „wilde” Arbeitskämpfe. Von den unterschiedlichen Formen dieses Widerstandes, von Streiks und Betriebsbesetzungen, von Managerfestsetzungen und spontanen Kundgebungen berichten die AutorInnen in diesem Buch.
Die in diesem Band vereinten Texte sind von einer übergreifenden Thematik bestimmt: Zum Einen geht es um Entstehung und Fortentwicklung der Marxschen Theorie, zum Anderen um die Genese der Kritischen Theorie und ihrer spezifischen Marxrezeption. Der Erscheinungsort waren ursprünglich Fachzeitschriften, Sammelbände und Festschriften. Obwohl in ihrer Mehrzahl schon während der vergangenen Jahrzehnte entstanden, sind sie heute von kaum geminderter Aktualität.
Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind
Im globalen Finanzmarktcrash entladen sich die Widersprüche der kapitalistischen Gesellschaft. Der akute Krisenschub nimmt zwar von den Finanzmärkten seinen Ausgang, die Ursachen liegen aber tiefer.
Schuldfrage, Selbstbezichtigung und schlechtes Gewissen haben keinen anderen Ausweg aus der deutschen Geschichte gezeigt - denn dass die Geschichte der deutschen Sprache über Auschwitz führt, hat, vor Adorno, schon Karl Kraus in der »dritten Walpurgisnacht« nachgewiesen.