Ausgewählt wurden Proteste der Studenten- und Internationalismusbewegung, die sich innerhalb der Themenbereiche Kolonialismus und Neokolonialismus, internationale Solidarität, bundesdeutsche Ausländerpolitik sowie Flucht und Asyl bewegen. Die politischen Aktionen und Kampagnen waren einerseits eine praktische Kritik an staatlicher Politik und hatten andererseits Einfluss auf politische Entscheidungen.
Was passiert in Chiapas, in den Gebieten, die zwar vom Militär umstellt, nicht aber besiegt wurden, bei den Menschen, die die »erste Revolution des 21. Jahrhunderts« initiiert haben? Im Gespräch mit der Journalistin Laura Castellanos analysiert Marcos, was die zapatistische Bewegung seit ihrem Anfang, dem Aufstand vom 1. Januar 1994, gewonnen und was sie verloren hat. Er skizziert die Konflikte, die über die Zukunft entscheiden werden – nicht nur über die der zapatistischen Gemeinschaften, sondern auch über die Zukunft seiner Person und seiner Rolle als »Sub«. Marcos erklärt seine Position zu wichtigen Themen, wie z.B. der Beziehung zu anderen bewaffneten Organisationen, er spricht über Fidel Castro, Hugo Chávez, Evo Morales u.a. und verortet die Bewegung in Chiapas innerhalb der kontinentalen Politik Lateinamerikas.
Mit dem Kalender des Widerstandes beschreibt Subcommandante Marcos, der Sprecher der EZLN, die Geschichte und Gegenwart Mexicosa von unten. In dreizehn "Stelen" wird informativ und unterhaltsam über die Basisbewegungen in verschieden mexikanischen Bundesstaaten berichtet, die seit Generationen Widerstand gegen ihre Ausbeutung und Unterdrückung leisten und sich hierbei gesellschaftliche Alternativen erkämpft haben.
Subcomandante Marcos, der seit dem Aufstand der EZLN am 1. Januar 1994 nicht nur als Kommandant der Zapatistischen Befreiungsarmee, sondern auch als begabter Poet und Schriftsteller in aller Welt bekannt wurde, übersetzt in seinen Schriften die Sprache der Indígenas aus Chiapas, Mexiko, in eine Sprache, wie sie auch in der westlichen Welt und heutigen Zeit verständlich ist - ohne dass sie den Zauber ihrer Herkunft und jahrhundertealten Tradition einbüßt. Die politisch-philosophischen Botschaften der Erzählungen können dort wie hier als Anregungen für eine radikal-emanzipatorische Praxis gelesen werden.
»Die Stärke des Flusses kommt nicht vom Regenwasser, das in sein Flussbett fällt, es sind die Rinnsale, die von den Bergen kommen und ihn nähren. So ist unser Kampf. In den Bergen wird die Kraft geboren, aber man sieht sie nicht, bevor sie unten ankommt.«
Mit diesen Worten des Alten Antonio, des geistigen Ziehvaters und »symbolischen Gründers« der EZLN, erklärte Subcomandante Marcos die Entscheidung für den Aufstand der Zapatisten am Neujahrstag 1994. Die Geschichten vom Alten Antonio ziehen sich seither wie ein Leitfaden durch die Kommuniqués der folgenden Jahre und kommentieren die krisenhaften Wendepunkte der zapatistischen Bewegung.
Als aktuelle Beispiele für einen neuen Weg jenseits von Reformpolitik oder konventioneller Revolution beschreibt Helmut Thielen u.a. die zapatistische Bewegung in Mexiko und - besonders kenntnisreich und informativ, da der Autor in Brasilien lebt -, die Bewegung der brasilianischen Landlosen.
Das Buch, das Du in der Hand hältst, geehrter Leser, setzt sich zum Ziel, die Erinnerung der Rebellion der Unterdrückten zurückzugewinnen, die sich während der Mexikanischen Revolution zwischen August 1910 und Februar 1913 den magonistischen Idealen verschrieben haben.
Das Buch erzählt vom Aufstieg des zur Zeit einflussreichsten Politikers Lateinamerikas und die Geschichte der Bewegungen, die seine Politik tragen. Die Bewohner der Armenviertel sahen in dem jungen Offizier mit dem roten Barett schon bei seinem fehlgeschlagenen Militärputsch 1992 ihren Helden.
Sonderbeilage der Wildcat zu der während der schweren Krise Argentiniens vor einigen Jahren von den ArbeiterInnen übernommenen und in Selbstverwaltung bewirtschafteten Fabrik Zanon.