Gott und der Staat (frz. Originaltitel: Dieu et l'état) von Michail Bakunin 1871 geschrieben, ist eines der bekanntesten Bücher Bakunins und der anarchistischen Bewegung im allgemeinen.
Peter Bierl analysiert das Menschenbild und die Geschichtsinterpretation der Anthroposophie. Im Mittelpunkt steht dabei die Auseinandersetzung mit der Lehre Rudolf Steiners und deren Auswirkungen auf die auch außerhalb esoterischer Kreise so geschätzte Waldorfpädagogik.
In den 1970er Jahren war Ali Dashti im Iran einer der intellektuellen Gegenspieler des Ayatollah Khomeini und warnte schon früh vor dem aufkeimenden schiitischen Fundamentalismus. 23 Jahre, im Iran bis heute verboten, reflektiert somit auch die Konfrontation säkularer politischer Konzepte mit den Vorstellungen einer an religiösen Vorschriften ausgerichteten Gesellschaft. Seine Darstellung der Religion der Muslime, ihrer Sitten und Gebräuche bietet eine profunde kritische Einführung in den Islam; sie richtet sich an alle jene, die jenseits von Verächtlichmachung und „Kritischem Dialog“ zu einer eigenen Einschätzung des Islam kommen wollen.
Die Kirchenführer waren über die Verfolgung der europäischen Juden genau informiert. Doch anstatt öffentlich dagegen Stellung zu beziehen und zum Widerstand aufzurufen, unterstützten sie die Verfolgung in vielerlei Hinsicht. Einige Kleriker beteiligten sich sogar am Massenmord. Ausgehend von der historischen Untersuchung, wendet sich der Autor der zentralen Frage von Schuld und Sühne zu: Wie verhält sich die katholische Kirche zu ihrer Verstrickung in den Holocaust?
Fundamentalismen sind nicht einfach Rückgriffe auf traditionelle Lebensweisen, sondern in sich spannungsreiche Reaktionsweisen auf die Erfahrung dramatischen gesellschaftlichen Wandels. Dabei sind die Retraditionalisierung der Geschlechterrollen wie der Sexualmoral und die Wertschätzung der patriarchalen Familie als Grundbaustein der Gesellschaft ein durchgehendes Kennzeichen aller religiös-fundamentalistischen Strömungen.
Dass mit Religion Politik gemacht wird und damit Macht und Herrschaft verbunden sind, ist keine neue Erkenntnis. Gerade in den letzten Jahren sind solche „Spiele der Macht“ (Foucault) vor allem in Verbindung mit dem Islam diskutiert und problematisiert worden. Vielfach wird dabei jedoch die Frage vernachlässigt, inwieweit die politischen Grundlagen in Deutschland und Europa durch Religion geprägt sind und spirituelle Bedürfnisse (aus)nutzen.