Das Konzept der »Rasse« wird seit einigen Jahren in den Biowissenschaften wieder vermehrt verwendet. Dies findet konträr zu den unzähligen Kritiken statt, die einen Bezug auf den Begriff eigentlich ausschließen sollten. Mehr noch: der Boom der Genetik hat zudem neue Formen der biologischen Unterscheidung von Menschen entlang von »Rasse« produziert. Zwar weisen die Sozialwissenschaften darauf hin, dass rassifizierte Unterschiede immer häufiger mit »kulturellen Differenzen« begründet werden, gleichzeitig sind jedoch biologische »Rasse«-Konzepte weiterhin virulent. Dies macht eine kritische Analyse und Diskussion dazu dringend notwendig.
In der feministischen Debatte wurde die Hausarbeit lange Zeit als die große ›Gleichmacherin‹ betrachtet. Als eine Last, die fast unterschiedslos allen Frauen durch die patriarchalen Verhältnisse auferlegt würde. Diese einzigartige Studie zu Hausarbeiterinnen in Europa beleuchtet demgegenüber die Aspekte von Herkunft und Klassenstellung innerhalb der häuslichen Unterdrückungsverhältnisse.
Wer vom Rassismus redet, sollte vom Weltmarkt nicht schweigen. »Was die Beiträge am meisten von anderen unterscheidet, ist der Versuch, den Zusammenhang zwischen kapitalistischer Warenproduktion, Investitionsinteressen, Arbeitskräfterekrutierung und Migrationsbewegung exemplarisch vorzuführen (Vehement, Literaturheft 9/94).«
Zentrales Anliegen dieses Buches ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Rassismus und Sprache eng miteinander verknüpft sind. Viele heute gebräuchliche Begriffe haben eine kolonialistisch geprägte, rassistisch wirkende Bedeutungsgeschichte, die auch heute noch zum Ausdruck kommt.
Ausgehend von einer Mordserie, der 28 schwarze Kinder und Jugendliche in Atlanta 1979/80 zum Opfer fielen, reflektiert Baldwin - engagiert, aggressiv und differenziert zugleich - über die Situation der Schwarzen in einer Welt, in der das Gesicht der Macht weiß bleibt.
„Ich bin in einem Fremdenland“ - dahinter verbergen sich häufig Gefühle der Hilflosigkeit, Einsamkeit, Heimweh und Hoffnungslosigkeit. Der Alltag der Flüchtlinge in Deutschland ist geprägt von Unsicherheit und Angst. Es ist eine Angst vor der ungewissen Zukunft, vor einer Zurückweisung in das Elend der Verfolgung, des Hungers und des Krieges, dem sie eben entkommen sind.
Ist Rassismus alltäglich? Können Ausschlüsse, Diskriminierungen und Diffamierungen fast aller Art als rassistisch bezeichnet werden? Steigt Rassismus aus den Tiefen dumpfer Gefühle auf, oder beschreibt er gesellschaftliche Verhältnisse? Ist Rassismus nur ein ideologisches oder auch ein praktisches Problem? Oder beides? Setzt sein angebliches Gegenstück, der Antirassismus, am Ende voraus, was er zu bekämpfen vorgibt?
Justin Akers Chacón und Mike Davis analysieren in dieser gemeinsamen Arbeit die Geschichte der Einwanderung in die USA vom Eisenbahnstreik chinesischer Arbeiter im Jahr 1877 über die Aktivitäten der militanten Industrial Workers of the World (IWW) im frühen 20. Jahrhundert bis zu den Streiks und Aktionen im Rahmen der „Justice for Janitors“-Kampagnen der lateinamerikanischen MigrantInnen des Jahres 2006.