Der Bogen der Beiträge reicht von einer Auseinandersetzung mit den Traditionsbezügen des Bundesheeres und deren Veränderung in den letzten Jahren, über die spezifisch kärntnerslowenische Geschichte von Widerstand und Verfolgung, bis zur kaum diskutierten Frage nach dem Andenken von NS-Täter_innen in der Wissenschaft. Ausgehend von den verdrängten Geschichten unterschiedlicher Opfergruppen werden verschiedene Aspekte der nationalsozialistischen Ideologie, Politik und Verfolgung an Hand des regionalen Kontexts deutlich gemacht. Die Thematisierung des Zusammenhangs von Desertion und Partisan_innenkampf bereichert die Debatte um die Opfer der NS-Militärjustiz um eine zusätzliche Facette. Mit kritischem Blick und auf Basis umfangreicher Recherchen leistet die Publikation einen wichtigen Beitrag zur Analyse österreichischer Geschichtspolitik.
Die beiden Autorinnen haben in mehrjähriger Arbeit die Lebensgeschichten von 42 österreichischen Überlebenden des Frauen-KZ Ravensbrück aufgezeichnet, analysiert und dokumentiert.
Die Problematik »sexualisierte Gewalt gegen Frauen« hat im Zusammenhang mit nationalsozialistischen Themen bisher nur wenig wissenschaftliches Interesse gefunden. Häufig wurde sie als bloße »Randbemerkung« über Zwangsprostitution und Häftlings-/SS-Bordelle abgehandelt. In der Tat liegen dazu nur wenige historische Dokumente und noch weniger ZeitzeugInnen-Berichte vor.
Hannah ist die Rote Köchin, Mitglied einer spartakistischen Zelle am Bauhaus Weimar. Sie betrieb in den 1920er Jahren unweit des Bauhaus ein Restaurant – mit dem Kochlöffel wollte sie die Werktätigen für die Revolution gewinnen. Nach Seminar und Küchendienst mischten die Zellenmitglieder Sprengstoff, jagten Faschisten. Hannahs Geschichten zeigen, wie intensiv der Kampf um ein besseres Leben war, wie skurril und tragisch. Was ist aus Hannah geworden? Unklar. Geblieben sind nur ihre Aufzeichnungen und ihre Rezepte.
1920 lebten rund 2.500 nicht-jüdische Deutsche in Palästina. Schnell konnte ab 1933 ein dichtes Netz von NS-Organisationen geknüpft und die Siedlergemeinschaft gleichgeschaltet werden.
Anhand der Diskussion über Gestapo, Terror und Propaganda und ihre Auswirkungen im Alltag auf Industriearbeiter und Funktionseliten sowie Sozialpolitik werden Forschungsfelder erörtert, die nicht zuletzt im Zentrum einer kritischen Alltagsgeschichtsschreibung stehen.
In seinem 1940 veröffentlichten Bericht beschreibt der schwedische Anarchist Rudolf Berner den Widerstand der deutschen Anarchisten und Anarchosyndikalisten gegen das nationalsozialistische Terrorregime.
Als Hitler an die Macht kam, hatte die Fremdenfeindlichkeit bereits ihren festen Platz in der deutschen Gesellschaft. Der Niederlage im Ersten Weltkrieg, herbeigeführt durch eine Armee, die größtenteils aus afrikanischen Soldaten bestand, folgte die "schwarze Schmach", die Besetzung des Rheinlands durch eben diese kolonialen Truppen. Mit der Machtübernahme Hitlers wurden allen Schwarzen Deutschen die Bürgerrechte entzogen. Schon bald wurde das Leben für mehr als fünftausend Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe zur Hölle.
Eine faszinierende Studie über die Bemühungen der Warner Brothers, auf die Verhältnisse in Nazi-Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen aufmerksam zu machen, als kaum einer sonst in Amerika dem Beachtung schenkte. Mit einem Kapitel zur "Black Legion", der faschistischen Bewegung in den USA.