Das "kommunistische Manifest" von Marx und Engels in einer österreichbezogenen Version des "Uhudla". Mit einem Beitrag des Historikers Günther Grabner und Cartoons von Karl Berger.
Auch 120 Jahre nach seinem Tod sind die Ideen und Theorien von Karl Marx noch immer fester Bestandteil aktueller philosophischer, ökonomischer oder soziologischer Debatten. Marx ist in aller Munde, auch wenn wenige seine Schriften tatsächlich gelesen haben...
Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks „Kommunismus“ nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die „kleine Geschichte wie endlich alles anders wird“ den heimlichen Untertitel „Kommunismus für Kinder“, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen „Kommunismus für Kommunistinnen“ tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917.
Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
Der Kommunismus ist keine Doktrin, sondern eine unter unseren Augen vor sich gehende Bewegung. Er existiert nicht in fertigen Theorien, sondern in den proletarischen Kämpfen gegen die kapitalistische Ausbeutung. Nur die Arbeiterinnen und Arbeiter selber können in ihrer Selbsttätigkeit die Herrschaft des Staats und der Parteien überwinden, indem sie Organe ihrer sozialen Selbstbestimmung schaffen, zum Beispiel Arbeiterräte...
Reading the ideas of Maurice Brinton for the first time proves discomforting to most—and downright insufferable to many. The most prolific contributor to the British Solidarity Group (1961–1992), he sought to inspire a mass movement based on libertarian socialist politics. Attempting to blow away the bad air of the "Old" and "New" Left alike, Brinton used the past as a guide—but not an anchor—in his visionary writings.
„Freiheit drückt sich in einer autonomen Gesellschaft durch zwei Grundgesetze aus: keine Ausführung ohne gleichberechtigte Teilhabe an der Entscheidungsfindung. Kein Gesetz ohne gleichberechtigte Teilhabe an der Aufstellung des Gesetzes. Die Devise und Selbstdefinition einer autonomen Gemeinschaft lautet: Wir sind die, deren Gesetz es ist, sich ihre eigenen Gesetze zu geben.“ Cornelius Castoriadis
"Die Autonomie der Individuen, ihre Freiheit (...), hat auch vor allem die gleiche Teilhabe aller an der Macht zum Inhalt, ohne die es natürlich keine Freiheit gäbe, ebenso wenig wie Freiheit ohne Gleichheit. Wie könnte ich frei sein, wenn andere als ich über das entscheiden, was mich betrifft und ich an dieser Entscheidung nicht teilnehmen darf?" Cornelius Castoriadis
Der zweite Band der Ausgewählten Schriften von Cornelius Castoriadis dokumentiert seine allmähliche Abwendung vom Marxismus und seine sich radikalisierende Kritik an dem auch in der vermeintlich revolutionären marxistischen Bewegung vorherrschenden Typus von Theorie und Praxis, der die emanzipatorische, radikaldemokratische Bewegung mehr und mehr behindert und im „Realsozialismus“ ins barbarische Gegenteil verwandelt hat. Die Kritik mündet in die Formulierung, dass man sich nunmehr vor die Entscheidung gestellt sehe, entweder Marxist oder Revolutionär zu bleiben.
Das Proletariat ist keine durch seine Lage innerhalb der Produktionsverhältnisse objektiv oder durch eine historische Mission mythologisch definierte Klasse. Es erzeugt sich als Proletariat im und durch den alltäglichen Kampf gegen die kapitalistischen Produktionsverhältnisse.