Von der Französischen Revolution zum Front National
Katholischer Fundamentalismus und militanter Biologismus - beide in Abwehr der Französischen Revolution im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden - führen um die Jahrhundertwende zu einem modernen Rassismus und neuen Antisemitismus in Frankreich. Sie prägen die faschistischen Bewegungen der dreißiger Jahre, das deutsch-freundliche Vichy-Regime im Zweiten Weltkrieg und die Ursprünge der heutigen extremen Rechten in Frankreich im Zusammenhang der Kolonialkriege der fünfziger und sechziger Jahre. Hier taucht zum ersten Mal auch die Figur von Jean-Marie Le Pen auf. Le Pen vereint in seinem Front National so unterschiedliche Strömungen wie die intellektuellen "neuen Rechten", Vichy-Anhänger, Monarchisten, katholische Fundamentalisten und Neonazis. Die rechtsextreme Partei stellt Bürgermeister und Abgeordnete, verfügt über Dutzende von Satellitenorganisationen und bestimmt nachhaltig das geistige und politische Klima in Frankreich mit.
Ein eigener Teil im historischen Part des Buches beschäftigt sich auch mit Teilen der radikalen ArbeiterInnenbewegung - z.B. im revolutionären Syndikalismus -, die durch die Verbindung von Antiparlamentarismus mit antisemitischen und nationalistischen Ideen die späteren Vorstellungen eines faschistischen Ständestaates vorbereiteten.
Buch, 256 Seiten
(preisreduziert)
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