Die neue Schwulenbewegung der siebziger Jahre entstand vor dem Hintergrund der Studentenbewegung mit all ihren gesellschaftsverändernden Zielvorstellungen. Für viele ist seitdem die Gleichung "schwul=links" die allergrößte Selbstverständlichkeit. Wie die Beiträge dieses Bandes zeigen, handelte es sich hier um ein einseitiges Liebesverhältnis: In den Augen der heterosexuellen Linken war schwule Emanzipation kaum jemals ein politisches Thema; zudem wurde schwul hartnäckig mit "dekadent" assoziiert und als Auswuchs der bürgerlichen Gesellschaft eingestuft, der in einer freien Gesellschaft automatisch verschwinden würde. Der Band enthält Beiträge von Detlef Grumbach (Weimarer Republik), Alexander Zinn (Faschismus/ Exil), Günter Grau (DDR) und Elmar Kraushaar (BRD nach 1968). Leider konzentrieren sich die Herausgeber größtenteils auf die Parteilinke...
Buchbesprechung: Die Homophobie der Linken
Buch, 185 Seiten
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