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Gelebte Emanzipation. Mutige Frauen zwischen Küche, Mutterkreuz und "Roter Hilfe"

Gelebte Emanzipation. Mutige Frauen zwischen Küche, Mutterkreuz und Roter Hilfe
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Art.-Nr.:
1646
ISBN:
9783879563265
Autor*innen:
Inge Helm
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Karin Kramer Verlag
15,30 EUR
inkl. 5 % MwSt. zzgl. Versandkosten




    • Details

    Beschreibung

    Gelebte Emanzipation - Mutige Frauen zwischen Küche, Mutterkreuz und "Roter Hilfe"

    Die Erinnerung an meine Kindheit und Jugend ist geprägt durch die unmittelbare Nähe zu meiner Großmutter Hedwig Clara Schiemann. Ihre Erzählungen über ihr Leben, begonnen in den Masuren um die Jahrhundertwende, über die Nazizeit der dreißiger Jahre in Berlin und die Nachkriegsjahre, haben mich unglaublich fasziniert und schließlich zu dem Entschluß geführt, ein Buch über diese couragierte Frau, über ihre Freundin Meta Kraus-Fessel, die "Rote Hilfe", über die klandestinen Treffen zu schreiben. Es ist ein Buch über Zeitgeschichte und Emanzipation in einem Abschnitt des vorigen Jahrhunderts, in dem die Frauen nach Ansicht der Gesellschaft ausschließlich ihren "Mann" in der Familie zu stehen hatten, nach dem Motto: Kinder, Küche, Kirche, und über eine Zeit, in der der Führer die Frauen mit "Mutterkreuzen" belohnte. Wegen ihres politischen Engagements wurde meine Großmutter liebevoll die "rote Oma" genannt.

    Meine Großmutter lernte in Berlin den Dichter, Agitator und Anarchisten Erich Mühsam kennen - und sie verliebte sich in ihn, und er zeitweise in sie. - Durch Erich Mühsam hatte sie Kontakt zu Heinrich Zille, Heinrich Vogeler und vielen Künstlern und Schriftstellern der damaligen Zeit. Es begegnen uns der "Herodot des Anarchismus", der Historiker Max Nettlau, der Armenarzt Fritz Brupbacher, der Schriftsteller und Anarchosyndikalist Rudolf Rocker und seine Frau Millie, Carl von Ossietzky - und Heinrich Böll sowie Mildred Scheel.

    Buch, 128 Seiten