Feuer in die Herzen!

www.anarchismus.atAnarchistische BibliothekFreie ArbeiterInnen Union - FAUForum deutschsprachiger AnarchistInnenGraswurzelrevolution

Die Irren-Offensive. Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieüberlebenden

Die Irren-Offensive. Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieüberlebenden
Für eine größere Ansicht
auf das Bild klicken
Art.-Nr.:
1678
ISBN:
9783925931338
Autor*innen:
Tina Stöckle
Mehr Artikel von diesem Verlag / Hersteller*innen:
Antipsychiatrieverlag
24,60 EUR
inkl. 10 % MwSt. zzgl. Versandkosten




    • Details

    Beschreibung

    Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieüberlebenden

    Über die Entwicklung einer Alternative zur Psychiatrie vor dem Hintergrund umfangreicher Interviews zur Biographie von Psychiatriebetroffenen und über die Praxis der frühen, in dieser Form nicht mehr bestehenden Irren-Offensive Berlin. Klassiker der modernen Antipsychiatrie. Mit einem Nachwort von Peter Lehmann und der Laudatio anlässlich der Verleihung des Ingeborg-Drewitz-Preises der Humanistischen Union Berlin 2004 an das Weglaufhaus "Villa Stöckle" in Berlin.

    Gemeindepsychiatrie, Sozialpsychiatrie, alternative Psychiatrie usw. sind Schlagwörter sich fortschrittlich dünkender Psychiater, die alles anstellen, nur eines nicht: die Betroffenen selbst fragen, was diese eigentlich wollen. In diesem Buch kommen Mitglieder der Irren-Offensive Berlin der 80er Jahre ausführlich zu Wort. Aus den lnterviews und aus der Perspektive ihrer eigenen Betroffenheit entwickelte Tina Stöckle Kriterien einer Alternative zur Psychiatrie, die sich an den Interessen von nach Freiheit und Selbständigkeit strebenden Betroffenen orientiert.

    Daran gemessen entpuppt sich die Sozialpsychiatrie als reines Befriedungsverbrechen. Die (damalige) Praxis der Irren-Offensive, in ihren Möglichkeiten und Grenzen ins Verhältnis gesetzt zu den in den Interviews formulierten Bedürfnissen, zeigt, worauf es in einer autonomen Selbsthilfegruppe von Psychiatriebetroffenen ankommt: Zusammenschluss; Kampf gegen die Psychiatrie und für Menschenrechte; kollektive Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen; Selbstorganisation und Selbsthilfe; Befreiung vom psychiatrischen Einfluss; Suche nach dem Sinn des Wahnsinns; Autonomie und persönliche Entfaltung; kritische Auseinandersetzung mit "Experten"; Abbau der Machtverhältnisse innerhalb der Gruppe und Widerstand gegen Fremdkontrolle.

    "Die Irren-Offensive" erschien original 1983 im Extrabuch-Verlag. 2000 wurde das Buch im Antipsychiatrieverlag erstmals wieder aufgelegt.

    (Achtung: Die derzeit in Berlin bestehende Gruppe "Irren-Offensive" hat - vom Namen abgesehen - nur noch wenig mit der von Tina Stöckle beschriebenen basisdemokratischen und undogmatischen Gruppe gemeinsam.)

    Buch, 300 Seiten