
«Für den Faschismus bleibt durchgängig konstitutiv, was für jede Form
kapitalistisch organisierter Reproduktion der Gesamtgesellschaft gilt: daß die
Erfordernisse der Kapitalverwertung sich durchsetzen. Am Unvermögen, der
Kapitalverwertung einen alternativen Weg zu bahnen, scheiterten denn auch die
bürgerlich parlamentarische Politik der Weimarer Endphase wie alle Versuche
einer bürgerlichen Opposition gegen den Faschismus.»
Johannes Agnoli
In dieser Textsammlung setzt sich Agnoli mit dem deutschen und italienischen Faschismus auseinander. Er wendet sich hierbei vor allem gegen eine Geschichtsrevision, in deren Verlauf die Geschichte so revidiert und umgedeutet wird, «daß sie von allen Erscheinungen und von allen Missetaten gereinigt wird, die das Bild einer Hochkultur beflecken». So beschäftigt er sich etwa mit der These von Ernst Nolte bzw. Jürgen Habermas von einem Linksfaschismus (der Studentenbewegung oder des Sozialismus allgemein).
Buch, 177 Seiten
15,50 €
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Art.-Nr.: 4034