
Kritiker - Ketzer - Kämpfer. Das Leben des Arbeiterarztes Fritz Brupbacher
Mit seinem Freund Max Tobler war Brupbacher von 1906 bis 1908 Herausgeber der Monatsschrift Polis. Er schrieb ausserdem Beiträge für das Volksrecht, den Vorposten, die Freie Jugend, Der Revoluzzer, Der Kämpfer, La Vie Ouvrière und andere französische syndikalistische Zeitungen. Von 1908 bis 1911 schulte er in Referentenkursen Arbeiter. Der Versuch, ihn 1914 wegen seiner anarchistischen Sympathien aus der Sozialdemokratischen Partei auszuschliessen, wurde wegen des starken Widerstands seiner Freunde sistiert. 1921 verliess er selber die Partei, um in die neu gegründete Kommunistische Partei der Schweiz einzutreten. Im selben Jahr begleitete er mit Willi Münzenberg einen Nahrungsmitteltransport der Internationalen Arbeiter-Hilfe (IAH) in die Hungergebiete die RSFSR. 1933 wurde Brupbacher, der Stalin wegen seines Kampfes gegen Trotzki kritisierte, wegen «völlig antimarxistischer anarchistischer Einstellung» aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen.
Brupbacher vertrat zeitlebens einen freiheitlichen Sozialismus und stand deshalb ständig quer zu den etablierten Parteigrößen der ArbeiterInnenbewegung. Er war u.a. einer der führenden Verfechter der Frauenemanzipation in der Schweiz. Die Biographie eines Mannes, der unentwegt und mit letzlich geringem Erfolg gegen alle Arten von Kirchen, Dogmen und Pfaffen gekämpft hat...
Gute Erhaltung ohne Anstreichungen
Buch, 360 Seiten
9,00 €
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Art.-Nr.: ANT821