
Dieser zu Unrecht eher unbekannte Text von Rudolf Rocker wird von einem längeren Vorwort von Philippe Kellermann gerahmt.
„Der Sozialismus muß vor allem dem Leben ganz neue Ziele setzen. Es ist unsinnig, zu denken, daß der Weg der Rationalisierung der Weg zum Sozialismus sein könnte, oder daß man sich damit tröstet, daß die Eintönigkeit der Arbeit in einer sozialistischen Gesellschaft durch eine weitgehende Beschränkung der Arbeitszeit erträglicher gestaltet wird. Denn das Problem der Arbeit ist nicht nur ein wirtschaftliches, sondern in viel höherem Grade ein psychologisches Problem. Die Arbeit muß auf ganz neuen Grundlagen organisiert werden; sie muss vor allem den Charakter der Fron verlieren, der ihr heute anhaftet und sie als notwendiges Uebel erscheinen läßt. Es kommt nicht darauf an, wieviel Stunden ein Mensch arbeitet, sondern welche Freude er an seinem Work empfindet. Niemand hat das besser begriffen und nachdrücklicher betont als Peter Kropotkin, der in dieser und in mancher anderen Hinsicht ein direkter Nachfahre Charles Fouriers gewesen ist.“ Rudolf Rocker (1931)
Buch, 176 Seiten
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Art.-Nr.: 7103