Diese Wortschöpfung der 70er Jahre steht für eine Utopie, mit der US-amerikanische Feministinnen wie Peggy Kornegger und Carol Ehrlich versuchten, den Radikalfeminismus ihrer Zeitgenossinnen um Elemente libertärer Theorie und Praxis zu erweitern. Die Wurzeln dieser Verbindung aus Anarchismus und Feminismus sind jedoch viel älter - so alt wie diese Bewegungen selbst. Silke Lohschelder zeigt wichtige Parallelen und Unterschiede zwischen Anarchismus und Feminismus auf und verlässt schließlich den historischen Rahmen, indem sie die LeserInnen in die anarchafeministischen Diskussionsprozesse der Gegenwart einführt.