Die Piraterie zählte einst neben Krieg, Seuchen und Hungersnöten zu den Geißeln der Menschheit, der Seeräuber galt als »Feind aller«. Ab dem 17. Jahrhundert erfuhr der Pirat jedoch eine soziale und politische Aufwertung. In der aufklärerischen Literatur romantisiert, wird er seit den frühen achtziger Jahren entweder als Rebell und Vorkämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit oder als hedonistischer Anarchist gefeiert. In jüngster Vergangenheit hat man eine nach ihm benannte politische Partei gegründet und ihn zur Pop-Ikone stilisiert.
Autor*innen: Siegfried Kohlhammer
»Planet Banksy» zeigt die Relevanz von Banksys Straßenkunst und seinen Ein?uss auf andere Künstler. Das Buch versammelt einige der besten Kunstwerke aus allen Teilen der Welt, die von Banksy inspiriert wurden, sowie zahlreiche seiner eigenen kontroversen Arbeiten. Banksy ist der bekannteste Graffitikünstler der Welt. Seine Werke schmücken Straßen, Mauern und Brücken in allen Ländern und Kontinenten. Seine Schablonendesigns sind sofort erkennbar und verstörend präzise in ihren sozialen und politischen Kommentaren, gewürzt mit subtilem Humor und Selbsterkenntnis.
Autor*innen: Ket
Grundlegende Qualitätsstandards für den Bereich der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Erarbeitet von FICE Austria in Zusammenarbeit mit zahlreichen relevanten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Österreich.
Autor*innen: FICE Austria
Rechtsextreme Frauen werden mit ihren Einstellungen und ihrem Handeln oft übersehen und unterschätzt – auch in der Sozialen Arbeit und Pädagogik. Dies hat Folgen für das demokratische Miteinander, insbesondere aber für Menschen, die von rechter Gewalt betroffen sind. Doch wie kommt es zu diesem Wahrnehmungs- und Interventionsdefizit? Welche Ursachen lassen sich in Geschichte und Gegenwart in der Sozialen Arbeit und Pädagogik erkennen? Wie verlaufen Situationen in verschiedenen Handlungsfeldern und welche Alternativen lassen sich herausarbeiten? Diese und weitere Fragen werden im Buch beantwortet. Die Autor_innen plädieren für eine professionsethische Haltung von (sozial)pädagogischen Fachkräften.
Autor*innen: Esther Lehnert; Heike Radvan
Wie aber kann solidarische Revolte gelingen, wenn zugleich die Autoritären das Vokabular der Rebellion kapern und sich als Kämpfer im Aufstand »gegen das System« inszenieren? Dieser Frage gehen Michael Ebmeyer und Roland Schappert in ihrem mitreißenden, hoch aktuellen Essay nach. Im Anschluss an Klassiker wie Albert Camus analysieren sie, wo Revolte heute zur Farce wird und wie Befreiungsbewegungen dennoch auch im TikTok- und MAGA-Zeitalter eine Ordnung ohne Herrschaft anstreben können.
Autor*innen: Michael Ebmeyer; Roland Schappert
Wie konnte sich Rosa Luxemburg in einer männerdominierten Partei entwickeln? Unter welchen Voraussetzungen entfaltete sie ihre journalistische Tätigkeit? Welche Stellung nahm sie dabei real zur Frauenbewegung ihrer Zeit ein? An welche Denkansätze Rosa Luxemburgs können wir heute anknüpfen, um die globale Situation und Weltlage zu verstehen? Und wie stand Rosa Luemburg speziell zur österreichischen Sozialdemokratie bzw. zum Austromarxismus?
Autor*innen: Krauß u.a. (Hg.)
Gesellschaftsorganisation und Staatenbildung gehen nicht zwangsläufig miteinander einher, denn es gibt politische Gemeinwesen, die sich gegen den Staat formieren. Mit Pierre Clastres Staatsfeinden ist ein Klassiker der politischen Anthropologie wiederzuentdecken, der den Hauptströmungen der politischen Wissenschaften seiner Zeit entschieden widersprach. Das 1974 in Frankreich veröffentlichte Werk hat u. a. Gilles Deleuze, Eduardo Viveiros de Castro, Philippe Descola, James C. Scott, David Graeber und Tim Ingold maßgeblich beeinflusst und ist nach wie vor eine zentrale Quelle für das Verständnis und die Kritik politischer Herrschaft.
Autor*innen: Pierre Clastres
Autor*innen: Richard Stoenescu
Der vorliegende Sammelband nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem ‚identitären‘ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen des Rechtsextremismus in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der ‚Identitären‘, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich der rechtsextreme Charakter der ‚Identitären‘ begru¨nden la¨sst und inwiefern von einer modernisierten Form des Rechtsextremismus gesprochen werden kann.
Autor*innen: Judith Götz; Joseph Maria Sedlacek; Alexander Winkler (Hg.)