Xosé Tarrio war an verschiedenen Aufständen in spanischen Knästen beteiligt und erlebte die Einführung des Fies-Systems – eines der perfiden Instrumente des Staates um das Individuum zu brechen. Diesem hält er Freundschaft, einen rebellischen Geist und den Willen zur Freiheit entgegen.
Autor*innen: Xosé Tarrio
Die Proteste, die in den letzten fünf Jahren Indonesien erschütterten und ihre Ursache in den verschiedensten Faktoren haben (Änderungen des Wahlrechts, Korruption, wirtschaftliche Missstände und Unzufriedenheit mit der Regierung und der Brutalität der Polizei) flammten im August 2025 neu auf, als es zu einer massiven Steuererhöhung kam, während sich die politischen Eliten ihre Gelder erhöhten. Als am 28. August der Kurierfahrer Affan Kurniawan von der Polizei ermordet wurde, weitete sich der Protest zu Aufständen von Lieferant*innen, Anarchist*innen und Jugendlichen aus. Demonstrant*innen plünderten mehrere Polizeistationen, brannten die Häuser von Politikern nieder und steckten Regierungsgebäude in Brand.
Während des hier behandelten Zeitraums war Griechenland von unterschiedlichen sozialen Kämpfen geprägt, in denen sich linkes und linksradikales Aufbegehren, meistens in den verschiedenen Varianten des kommunistischen Klassenkampfes, äußerte. Die einzelnen Kapitel beschreiben die jeweiligen Tendenzen der Stadtguerilla, die kulturellen Einflüsse und die Orte, aus denen sich das diffuse Spektrum bildete, dass heute den anarchistischen Raum darstellt.
Autor*innen: Robert Klein
…[So siehst du gar nicht aus!] ist ein historisch wichtiges Buch. Die Memoiren erfüllen die Funktion, uns Seiten der Geschichte zu zeigen, die absichtlich ausgelöscht wurden. Noch wichtiger erscheint mir jedoch das erschütternde und letztlich heilsame Ereignis, das eintritt, wenn die Bemühungen der Autorin, Überlebende zusammenzubringen, Früchte tragen. Wenn viele Frauen und einige Männer ihr langes Schweigen brechen und einen Großteil der Last abwerfen, die sie – vielleicht unbewusst – für so lange Zeit belastet hat.
Autor*innen: Margrit Schiller
Herrschaft lässt sich nicht durch die Wirkung von Spitzeln erklären. Aber es gibt sie und Polizeien und Geheimdienste versuchen sehr wohl, den Lauf der Geschichte und den Weg emanzipatorischer Bewegungen zu beeinflussen. Aktivist:innen haben Grund zu der Annahme, in den Wirkungsbereich von Spitzeln zu geraten. In all ihren Erscheinungsformen können die sehr zahlreich sein, es waren in den letzten Jahrzehnten hunderte, die auf Bewegungen, Parteien und Einzelne angesetzt wurden. Nicht alle waren gut platziert, nicht alle waren effektiv, aber auch nur die allerwenigsten sind bekannt geworden.
Autor*innen: Klaus Viehmann; Markus Mohr
»Angesichts der zweiten Regierung von Donald Trump wissen viele Anarchist*innen und Antifaschist*innen nicht, wo sie anfangen sollen. Während der vorherigen Trump-Regierung bekämpften wir einen scheinbar übermächtigen Gegner, und wir errangen nur einen Sieg, der uns von feigen Demokraten aus den Händen gerissen wurde. Sie machten dort weiter, wo die Republikaner aufgehört haben. Dadurch enttäuschten sie so viele Menschen, dass Trump in der Lage war, an die Macht zurückzukehren. Dies zeigt, dass wir Recht hatten, was das Wesen der Macht betrifft. Aber das ist kein Grund, aufzugeben. Wir sind es der Welt schuldig, für eine echte Alternative zu kämpfen.«
Autor*innen: Crimethinc.