Autor*innen: Christiane Sternsdorf-Hauck
Die POUM (Arbeiterpartei der marxistischen Einigung) war, in Worten von Günter Grass, „eine spanische linkssozialistische Arbeiterpartei, die, innerhalb des republikanischen Lagers, von den Kommunisten bekämpft und mit stalinistischen Methoden als Trotzkisten-Partei verfolgt wurde“. Gegründet wurde sie von oppositionellen Kommunisten, die als „Abweichler“ ausgeschlossen worden waren. Im Juni 1937 ließ der sowjetische Geheimdienst nach Kämpfen in Barcelona ihre Führung verhaften. Ihr Sekretär Nin wurde ermordet. Der Band schildert das Schicksal der Partei vor dem Hintergrund des revolutionären Prozesses und diskutiert u.a. ihre Vorschläge für den Kampf gegen die Putschisten und das Verhältnis zu den Anarchisten. Er vereinigt neuere Aufsätze und Auszüge aus einer vergriffenen Darstellung des Autors und berücksichtigt neueste Erkenntnisse nach Öffnung der sowjetischen Archive.
Autor*innen: Reiner Tosstorff
Die Frauen- und die Arbeiterbewegung blicken auf eine wechselseitige Geschichte aus Allianzen, verpassten Gelegenheiten, offener Feindseligkeit, Annäherung und Entfremdung zurück. Als Produkt der bürgerlichen Revolutionen kam der Feminismus recht bald mit den sozialen Bewegungen und Umwälzungen in Berührung. Durch sie wurden jeweils neue demokratische Freiräume geschaffen, die den Frauen ermöglicht haben, bis dahin unbekannte Rechte zu erlangen, öffentlich das Wort zu ergreifen und sich am politischen Leben aktiv zu beteiligen. Die Frauen lernten, sich eigenständig zu organisieren und unabhängig für ihre Befreiung zu kämpfen. Dieser Prozess verlief freilich nicht ohne Widersprüche, sondern stieß vielmehr häufig auf Geringschätzung und Misstrauen unter den Organisationen der traditionellen Arbeiterbewegung und der Neuen Linken.
Autor*innen: Cinza Arruza
Der Putsch der Generale hatte genau das ausgelöst, was er eigentlich verhindern wollte: die soziale Revolution. Der im Sommer 1936 hauptsächlich von anarchistischen Kräften betriebene Versuch einer grundsätzlichen Umwälzung der kapitalistischen Wirtschaft mit dem Ziel der Selbstverwaltung von Wirtschaft und Gesellschaft durch die städtische und ländliche Arbeiter*innenschaft kann zu Recht als einer der bedeutendsten Emanzipationsversuche der Geschichte bezeichnet werden.
Von Anfang an bestanden im republikanischen Lager Konflikte zwischen den Kräften, die eine soziale Revolution wollten, und den gemäßigten Kräften in der „Volksfront“, die nur eine bürgerlich-kapitalistische Republik anstrebten. Diese Auseinandersetzungen, die im Mai 1937 mit dem Sieg der „Gemäßigten“ endeten, werden im Buch detailliert behandelt.
Autor*innen: Paul Michel
Können wir hinsichtlich möglicher Alternativen aus den Schriften des klassischen Marxismus noch etwas lernen? Wie kann der Stoffwechsel Mensch-Natur ohne große Zerstörungen gestaltet werden? Und wie steht es um gegenwärtig diskutierte Ansätze wie »Degrowth« oder den »linken Green New Deal«?
Zu diesen Fragen enthält das Buch Beiträge von John Bellamy Foster, Michael Löwy, Jess Spear, Daniel Tanuro und Christian Zeller, die für eine ökosozialistische Alternative zur Klimakatastrophe und zum »grünen Kapitalismus« plädieren.
Autor*innen: John Bellamy Foster; Michael Löwy; Jess Spear; Daniel Tanuro; Christian Zeller