Die Politik der Kunst und ihre Paradoxien
Autor*innen: Jacques Ranciere
Der Dildo stiftet Unbehagen/ Lust. Und tatsächlich ist der Dildo das Stück, das fehlt, um das paranoide Rätsel zu lösen, das der lesbische Sex im sexuellen heterozentristischen Modell darstellt; als ermögliche er die Antwort auf jene drängende Frage: wie ficken Lesben ohne Penis?
Wie kommt es, daß sexuelle Exklusivität („Treue“) in unserer Zivilisation als Ideal und verbindlicher Maßstab postuliert wird? Wem nützt das? Woher kommt die Romantisierung und Naturalisierung von Geschlechtsrollen, ritualisierten Zweierbeziehungen („Ehe“) und erotischen Praktiken? Und wie kommt es, daß diese Phänomene offensichtlich in erster Linie dazu benutzt werden, um gesellschaftliche Herrschaftsstrukturen zu sichern? (Schwarzmalerei)
Autor*innen: Beatriz Preciado
Marx’ Philosophie stellt ein außergewöhnlich radikales Protokoll symptomatologischen Lesens dar, in dem Balibar einer Frage nachgeht, mit der sich Marx nie ausführlich auseinander gesetzt hat – welchen Status besitzt seine Intervention in die Philosophie. Am Leitfaden dieser Frage verfolgt er Marx’ Denken bis in die Momente hinein, in denen es schweigt oder von Idealisierungen blockiert bleibt. Das Buch rekonstruiert die Zukunft des Marxismus, die sich in seinen ungelösten Problematiken abspielen wird.
Autor*innen: Etienne Balibar