Wie konnte sich Rosa Luxemburg in einer männerdominierten Partei entwickeln? Unter welchen Voraussetzungen entfaltete sie ihre journalistische Tätigkeit? Welche Stellung nahm sie dabei real zur Frauenbewegung ihrer Zeit ein? An welche Denkansätze Rosa Luxemburgs können wir heute anknüpfen, um die globale Situation und Weltlage zu verstehen? Und wie stand Rosa Luemburg speziell zur österreichischen Sozialdemokratie bzw. zum Austromarxismus?
Autor*innen: Krauß u.a. (Hg.)
Im September 1901 erschoss ein Anarchist den US-Präsidenten William McKinley. Der Senator Joseph R. Hawley setzte sofort ein Kopfgeld auf jeden zu tötenden Anarchisten aus. Da meldete sich eine rhetorisch eminente, hochsensible, furchtlose idealistische Anarchistin zu Wort – Voltairine de Cleyre. Sie schrieb Hawley: »Mich dürfen Sie jederzeit umbringen. Ich werde genau in der Distanz vor Ihnen stehen, die Sie wollen. Dann dürfen Sie vor Zeugen schießen. Klingt das nicht wie ein Schnäppchen?«
Autor*innen: Voltairine de Cleyre
Gesellschaftsorganisation und Staatenbildung gehen nicht zwangsläufig miteinander einher, denn es gibt politische Gemeinwesen, die sich gegen den Staat formieren. Mit Pierre Clastres Staatsfeinden ist ein Klassiker der politischen Anthropologie wiederzuentdecken, der den Hauptströmungen der politischen Wissenschaften seiner Zeit entschieden widersprach. Das 1974 in Frankreich veröffentlichte Werk hat u. a. Gilles Deleuze, Eduardo Viveiros de Castro, Philippe Descola, James C. Scott, David Graeber und Tim Ingold maßgeblich beeinflusst und ist nach wie vor eine zentrale Quelle für das Verständnis und die Kritik politischer Herrschaft.
Autor*innen: Pierre Clastres
Autor*innen: Richard Stoenescu
Der vorliegende Sammelband nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem ‚identitären‘ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen des Rechtsextremismus in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der ‚Identitären‘, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich der rechtsextreme Charakter der ‚Identitären‘ begru¨nden la¨sst und inwiefern von einer modernisierten Form des Rechtsextremismus gesprochen werden kann.
Autor*innen: Judith Götz; Joseph Maria Sedlacek; Alexander Winkler (Hg.)
Ein Roman zur Organisationsfrage: Am 15. Juni 1919 eröffnet die Wiener Stadtwache das Feuer auf Demonstrierende, die durch die Hörlgasse zum Polizeigefangenenhaus vordringen wollen. Diese Niederlage erfordert neuerliche Diskussionen über die Frage der Organisation innerhalb und außerhalb der revolutionären Gruppierungen. Ist eine Partei notwendig und wie muss eine Partei organisiert sein? Oder sind es die #Räte, die zu dieser Zeit von der Sozialdemokratie dominiert werden, obwohl oder gerade weil viele Arbeiterinnen und Arbeiter eine Revolution zur Überwindung des Kapitalismus wollen? Diskussionen und Streitereien über die Ereignisse, aber auch über persönliche Beziehungen beschäftigen die Protagonistinnen und Protagonisten, die sich bereits recht erfahren fühlen.
Autor*innen: Robert Foltin
Gerichtsverfahren wegen Wirtschaftsdelikten in Millionenhöhe enden mit minimalen Strafen oder oder werden eingestellt. Prozesse gegen Menschen, die ein Brot stehlen oder wiederholt schwarzfahren, enden hart und immer härter. Die Gründe dafür hängen mit den Gesetzen zusammen. Und mit dem, was die Gerichte heute aus diesen Gesetzen machen. Das mag man achselzuckend hinnehmen: Es gibt halt Oben und Unten. Wer Geld hat, der hat es überall leichter. Aber wenn sich der Rechtsstaat so etwas nachsagen lassen muss, dann ist das kein Recht.
Autor*innen: Ronen Steinke
Was sind Commons und was haben sie mit Armutsbekämpfung zu tun? Aufbauend auf den Arbeiten der Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom untersucht das vorliegende Buch die Bedeutung der gemeinschaftlichen Organisation von Gemein- und Allmendegütern für gerechtere Gesellschaften, bessere Verteilung und mehr Teilhabe.
Autor*innen: Armutskonferenz (Hg.)
Was wäre, wenn du die Welt selbst gestalten könntest – ohne Hierarchien, ohne Zwang, ohne Staat? Dieses Buch zeigt dir, wie es geht. In 30 prägnanten Lektionen erfährst du, was Anarchismus wirklich bedeutet und wie seine Prinzipien in der Praxis funktionieren. Von Dezentralisierung und Konsensbildung bis hin zu DIY-Kultur und solidarischer Ökonomie – jede Lektion ist ein Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung und kollektiver Verantwortung.
Autor*innen: Anton Hoffmann
Die vorliegende Biographie – die erste, die sich dem Ehepaar Mühsam gemeinsam widmet – greift neben bereits erschlossenen Quellen auf zahlreiche bisher unveröffentlichte Archivfunde zurück, die neue Facetten der Persönlichkeiten des unbeugsamen Dichters und seiner nicht weniger mutigen und starken Frau zutage treten lassen.
Autor*innen: Rita Steininger
Auf den ersten Blick könnte man sagen: Er war ein wilder Hund, dieser Wilhelm Wehner. 1916 verweigerte Wehner als erster Kriegsdienstverweigerer in Schweinfurt den Dienst an der Waffe und rief hier 1919 die Räterepublik aus. Schon um 1906 hatte sich der junge Arbeiter bei der Gruppe um die Zeitung „Revolutionär“ in Berlin politisiert. Vor Gericht wurde er angeklagt wegen „Erpressung“ des Unternehmers Ernst Sachs. Jedoch überraschend freigesprochen. Doch waren dies nicht nur vorübergehende Jugendwildheiten. Der umtriebige Arbeiter gründete in Schweinfurt eine Ortsgruppe der „Freien Arbeiter Union Deutschlands“, lud die international tätige Anarchistin Emma Goldman ein und pflegte nach 1945 einen umfangreichen Briefverkehr mit dem anarchosyndikalistischen Autor Rudolf Rocker, der in den USA lebte
Autor*innen: Initiative gegen das Vergessen Schweinfurt (Hg.)
Gesammelte Texte anlässlich der gleichnamigen Lesung zum Internationalen Frauentag 2015. Mit Beiträgen von Ilse Kilic (Soll man das Y verbrennen?), Juliane Adler (Getragenwerden), Helga Pregesbaucher (von den Helden), Eleonore Weber (Das Kind, das ich nie hatte), Annett Krenlesberger (ziellos), Gerda Sengstbratl (Vagina à la Jetery – Im Mund schlafen Sätze), Isabella Breier (Prosatexte), Beatrix Kramlowsky (Selbstbestimmung), Regina Hilbers (Gedichte) und Eva Schörhuber (Quecksilbertage). Ein literarischer Streifzug durch Österreichs Frauenbewegung.
Autor*innen: Isabella Breier; Helga Pregesbauer (Hg.):