Das große A im Kreis, auf die Mauern jeder Stadt dieser Welt gesprayt, verlässt seine Nischen. Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst, Popmusik und anderen Wirkungsfeldern stoßen nicht mehr auf Unverständnis, wenn sie sich zum Anarchismus bekennen - und sie tun das umso mehr, seit die aktuelle weltweite Krise nicht nur den gewohnten »Sozialstaat«, sondern auch die Institutionen der parlamentarischen Demokratie entsorgt. In Österreich haben zu dieser Renaissance NonkonformistInnen wie Dieter Schrage beigetragen. Wie kaum einer verkörperte er die Brücke zwischen Hoch- und Subkultur, zwischen Parlamentarismus und antiparlamentarischer Opposition, zwischen »Poesie und Disziplin« (wie sich Walter Benjamin die Bandbreite eines Revolutionärs vorstellte).
Autor*innen: Robert Sommer
Sowohl in aktivistischen Zusammenhängen als auch in Bewegungsforschung und Politikwissenschaft ist sie in aller Munde: präfigurative Politik. Es geht ihr um die Vorwegnahme befreiter sozialer Beziehungen in den Bewegungen innerhalb der – und gegen die – gegenwärtigen Herrschaftsverhältnisse. Was aber damit genau gemeint ist, welche Erwartungen damit verknüpft sind und welche Fallstricke in politischer Hinsicht drohen, ist alles andere als klar.
Autor*innen: Paul Sörensen
Autor*innen: Hanna Hacker
Autor*innen: Bea Gomes; Walter Schicho; Arno Sonderegger (Hg.)
Autor*innen: Christoph Prager
Autor*innen: FIPU (Hg.)
»Kein Liedermacher des Landes war so poetisch und so wüst, so wütend und zärtlich, so politisch wie geradlinig«, sagt Ernst Molden über Sigi Maron, den wortgewaltigsten Protestliedsänger der letzten fünf Jahrzehnte. Im Mai 2024 wäre Maron achtzig Jahre alt geworden.
Maron konnte auch leise Liebeslieder schreiben, keine Frage. Aber richtig in Erinnerung bleiben wird er als Schöpfer von Liedern wie der Ballade von ana hoatn Wochn oder Red’n kaun ma boid. Die geballte Faust war sein Gruß, eine quer zum Mainstream des Unterhaltungsgewerbes einzementierte Meinung sein Stolz, die gelebte Widerständigkeit sein Biotop.
Autor*innen: Margit Niederhuber, Walter Gröbchen (Hg.)
Als die Journalistin Sophia Boddenberg 2014 in Lateinamerika ankommt, entsteht dort eine feministische Massenbewegung. Sie begegnet Studentinnen, die Universitäten besetzen, begleitet Anwältinnen im Kampf gegen Femizide und demonstriert mit ihren Freundinnen für das Recht auf legale Abtreibungen. Sie erlebt, wie feministische Bewegungen sich gegen Gewalt in all ihren Formen auflehnen – und dabei durch kollektives Kämpfen eine Kraft erzeugen, die gesellschaftliche Veränderungen erreicht.
Autor*innen: Sophia Boddenberg
Autor*innen: Titus Engelschall, Elfriede Müller, Krunoslav Stojakovic
Von der Antike bis weit in die Neuzeit löste der Begriff Pirat Angst und Schrecken bei Seehändlern und Küstenbewohnern aus und selbst heute sind manche Regionen der Welt vor Piraterie nicht sicher. Wer im Laufe der Zeit als Pirat bezeichnet wurde, hing vom Blickwinkel des Betrachters ab. So zählten für die meisten Staatsgefüge all jene Personen dazu, die den Seehandel und die Seeherrschaft in den von diesen Reichen beanspruchten Meeren und Küstenzonen störten.
Autor*innen: Andreas Obenaus; Eugen Pfister; Birgit Tremml-Werner (Hg.)
Autor*innen: Helga Amesberger; Katrin Auer; Brigitte Halbmayr
Autor*innen: Andreas Exner; Brigitte Kratzwald