Dissensorientierte Zeitschrift
Max Schnetker / Zum Begriff des Neomoralismus 1: Dr. Jekyll
Frederik Fuß / Über Ethik und Moral im Anarchismus
Max Schnetker / Zum Begriff des Neomoralismus 2: Mr. Hyde
Für etwas besseres als Identität / Ein Interview mit Atta Boy
Frederik Fuß / Dem Freiraum untertan
Tina Sanders / "Ein Stück vom Kuchen, nicht die ganze Bäckerei!" Eine Kritik der Identitätspolitik
Jonathan Eibisch / Aber wie können und sollen sie denn sonst sein, eure Menschen? Über paradoxe Möglichkeiten emanzipatorischer Subjektivierung
Philip Bergstermann / "Die Maschine zu brechen". Der Anti-Etatist Karl Marx
Frederike Hildegard Schuh / Ein auswegloser Weg. Zum Marxismus-Feminismus Frigga Haugs
Gabriel Kuhn / Die Russische Revolution aus anarchistischer Sicht. Fünf Bücher und Broschüren herausgegeben von Philippe Kellermann
Egon Günther / Kafka und die tschechischen Anarchisten: Dichtung und Wahrheit
Zeitung, 136 Seiten (A5)
Inhalt:
Wer mich nicht versteht, braucht nicht zwingend mir die Schuld zu geben. (Der unbekannte Theoretiker)
Der 7. Oktober 2023 markiert eine Zäsur. Der größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit der Shoa geht in seiner Bedeutung und den Auswirkungen weit über Israel hinaus. Als Zäsur betrifft er nicht nur Jüdinnen und Juden, gleichwohl diese vorrangig unter dem weltweit grassierenden Antisemitismus leiden, er zwingt auch alle anderen sich in der Debatte zu verhalten, wenn nicht zu positionieren.
Das anarchistische Lager bildet hier keine Ausnahme und so divers der Anarchismus ist, so verschieden sind die Sichtweisen auf den 7. Oktober und seine Folgen. Tragischerweise geraten auch die erklärten KämpferInnen für die Freiheit immer wieder auf antisemitische Abwege, wobei dies keineswegs neu ist. Im historischen Anarchismus hat es sowohl Antisemitismus wie auch dessen entschlossene Bekämpfung gegeben.
Tribüne Tsukunft ist die neue Auskopplung der Tsveyfl - dissensorientierte Zeitschrift. Schwerpunkt der ersten Ausgabe ist das anarchosyndikalistische Konzept der Arbeiterbörsen.