Warum radikalisieren sich Jugendliche, die in Österreich, Deutschland oder Frankreich aufwachsen? Was muss passieren, um weitere dschihadistische Anschläge zu verhindern? Fabian Reicher und Anja Melzer geben authentische Einblicke in die Wirkungsweise der Propaganda des sogenannten Islamischen Staates und ihre Anziehungskraft auf europäische Jugendliche. Anhand von fünf Biografien radikalisierter Jugendlicher beschreiben sie, wie es gelingt, mit Kenntnis der Vorgehensweisen und den richtigen Methoden beim Ausstieg aus der vermeintlich attraktiven Jugendsubkultur zu helfen.
Autor*innen: Fabian Reicher; Anja Melzer
Was haben Poesie, Barrikaden und Knetmasse gemeinsam? Dieses Buch! „Eine Liebeserklärung an Anarchisten“ ist ein außergewöhnlicher Streifzug durch die faszinierende Welt der Rebellion, Freiheit und Solidarität. Mit liebevoll gestalteten Knetmassen-Illustrationen und tiefgründigen Texten feiert es die Menschen, die den Mut haben, anders zu denken und zu handeln.
Autor*innen: Oliver Lehmann
Diese Sammlung von über 50 Texten verfolgt die Entwicklung der Ideen zu informeller Organisation innerhalb deutschsprachiger anarchistischer Publikationen zwischen 1845 und 1948.
Emma Goldman (1869–1940) zählt zu den beeindruckendsten Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts. Als Anarcha-Feministin und nach Freiheit strebende Anarchistin prägte sie nicht nur die Geschichte der USA bis zu ihrer Abschiebung Ende 1919, sondern gleichfalls die internationale anarchistische Bewegung. In ihren Schriften, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben, widmete sie sich vielen wichtigen Zeitfragen und forderte immer wieder die uneingeschränkte Freiheit für alle Menschen. Ihr Leben und Wirken waren vielschichtig und ereignisreich. Diese werden in der vorliegenden Miniatur mit all ihren Facetten dargestellt, und es wird dadurch nicht nur gezeigt, welche Rolle der bekannten Anarchistin als Gegnerin des Bolschewismus zukommt, sondern ebenso, wie Goldman ihre eigene Zeit verstand und reflektierte.
Autor*innen: Frank Jacob
Emma Goldman war eine der bekanntesten Anarchistinnen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sie war aber weit mehr als das und vereinte in sich ganz unterschiedliche Identitäten, die sich ergänzten, aber bisweilen auch widersprachen. Sie war eben nicht nur Anarchistin, sondern gleichfalls Jüdin, Feministin, Publizistin, Antifaschistin, Revolutionärin sowie eine erbitterte Gegnerin des Kapitalismus und jedweder Form der mit diesem einhergehenden Unterdrückung.
Autor*innen: Frank Jacob
Die Zeitzeugin, Musikerin und Antifaschistin Esther Bejarano (1924–2021) wurde mit 18 Jahren nach Auschwitz deportiert. Sie musste Akkordeon im berüchtigten »Auschwitzer Mädchenorchester« spielen, kam später in das KZ Ravensbrück und floh bei Kriegsende während eines Todesmarschs. Bis zu ihrem Lebensende kämpfte sie gegen die deutsche Geschichtsvergessenheit an.
Autor*innen: Benet Lehmann
Im vorliegenden Band geht Günter Eichberger Lektürespuren von Klassikern des Anarchismus (Lafargue, Bakunin, Proudhon) sowie anarchistisch inspirierten Surrealisten in Texten österreichischer Literat:innen nach. Vom „Einmannstaat“ Konrad Bayers bis zum „Birnall“ des Helmut Schranz, von Oswald Wieners „bioadapter“ bis zur „Tagediebin“ Stefanie Sargnagels reichen die Untersuchungen von Konzepten der Verweigerung sozialer Verhaltensgebote. Eichberger spürt überraschende Filiationen zum internationalen Anarchismus auf und führt ein neues Paradigma in die jüngere Literaturgeschichte ein: Wolfgang Bauer, Gunter Falk werden ebenso wie Alois Brandstetter oder Wilhelm Hengstler unter dem Blickwinkel der Anarchismus-Rezeption besprochen.
Autor*innen: Günter Eichberger
Autor*innen: Gerhard Seyfried
Dieses Buch zeichnet die Geschichte der Sklaverei in den USA nach, vom Sklavenhandel über die Sklavenjäger bis zur »Underground Railroad«. Zu dieser Geschichte gehört die von Harriet Tubman, die eine amerikanische Nationalheldin ist – jedenfalls für schwarze Amerikaner und für weiße, die es wirklich ernst damit meinen, dass alle Menschen dieselbe Würde haben. Sie selbst wollte nichts als frei sein, und floh unter Lebensgefahr aus der Sklaverei in den Südstaaten der USA. Danach half sie als Teil der »Underground Railroad«, eines geheimen Netzwerks der Sklavereigegner, viele andere Sklaven zu befreien. Im Amerikanischen Bürgerkrieg kämpfte sie an der Seite der Nordstaaten, deren Sieg zur Sklavenbefreiung führte.
Autor*innen: Fleur Daugeuy; Olivier Charpentier
Voltaire spricht sich vehement gegen religiösen Fanatismus und Parteienhass, gegen Verfolgung von Andersdenkenden, gegen klerikalen Machtmissbrauch und Aberglauben aus. Aber er meißelt in den fünf Katechismen seine Religionskritik nicht in Stein, sondern öffnet durch Witz und Lebendigkeit Raum für eigenes Nachdenken, das sich von Autoritäten löst.
Autor*innen: Voltaire
Ein Harburger Anarchist erinnert sich an Zeiten voller Höhen und Tiefen, an Reisen in ferne Länder, Drogenexzesse, Liebe und Beziehungsstress und immer wieder an den ewigen Kampf für eine bessere Gesellschaft. Er kettete sich an die Heizung in der Abendblatt Filiale, saß wegen Landsteicherei im Knast in Francos Spanien und stand nach Protesten gegen eine NPD-Kundgebung im legendären Harburger „Eierwerferprozess“ vor Gericht. Die linke Politszene der Siebziger und Achtziger wird wieder lebendig, sei es der Gruppenabend der SDAJ in der Steinikestraße, der Widerstand in Brokdorf oder die „Hausbesetzung“ am Harburger Ring. Wer kennt noch die Szenekneipe „Antagon“ oder den Piratensender „Radio Gnom“? Besuche in einer „Sexsekte“, alternative Busreisen, Aussteiger im Hippieparadies La Gomera oder die bunte Partyszene der Neunziger – ein bewegtes halbes Jahrhundert spiegelt sich in einem freiheitlich gesinnten Leben „gegen den Strom und mit der Zeit“.
Autor*innen: Ivar Lethi, Matthias Bublitz
Die anarchistische Antikriegsbewegung in den 90er Jahren in Kroatien war der Versuch, sich gegen die Kriegstreiberei der Nationalstaaten zu wehren. Anarchistische Gruppen gaben Informationsmaterial heraus, sie hielten solidarische Verbindungen nach Serbien, unterstützten Kriegsdienstverweigerer und halfen beim Wiederaufbau von zerstörten Häusern. Angesichts der linken Diskussion um den Ukrainekrieg halten wir den Text für ein wichtiges Zeitzeugnis gegen Krieg und Nationalismus.
Autor*innen: Antipolitika