Im November 1945 wurde die Föderative Volksrepublik Jugoslawien ausgerufen. Fünfzig Jahre später, fast auf den Tag genau, besiegelten nach mehr als vier Kriegsjahren die Kriegsparteien unter dem Druck der USA mit dem Friedensvertrag von Dayton die Desintegration Jugoslawiens. Im Vordergrund dieser Ereignisse standen und stehen Männer: Als Kriegstreiber und -verbrecher, Helden, Eroberer, Präsidenten und diplomatische Vermittler.
Der vorliegende Band stellt Frauen als Akteurinnen der Geschichte in den Mittelpunkt. Als engagierte Aktivistinnen politischer Frauenorganisationen widersetzen sie sich den ihnen von der Gesellschaft zugewiesenen Rollen als bedauernswerte Opfer, Leidtragende und Vergewaltigte. Sie kämpfen für die Rechte und Freiheiten von Frauen und leisten zugleich Widerstand gegen Krieg und Nationalismus und wirken mit am Aufbau einer demokratischen Zivilgesellschaft.
Autor*innen: Marijana Gršak; Ulrike Reimann; Kathrin Franke (Hg.)
Autor*innen: Ulrich Klemm
Autor*innen: Roman Danyluk
Autor*innen: Jürgen Mümken
Autor*innen: Oliver Steinke
Autor*innen: Gord Hill
Autor*innen: Helge Döhring (Hg.)
Autor*innen: Louis Gill
Autor*innen: Michel Ragon
Die Höhe, wo ich mich am liebsten niederließ, war nicht der höchste Gipfelpunkt, wo man Platz nimmt wie ein König auf dem Thron, um die zu seinen Füßen hingestreckten Weiten seines Reiches zu betrachten. Ich fühlte mich wohler auf der nächsthöheren Erhebung, von wo mein Blick zugleich über niedrigere Flanken schweifen konnte, um dann Grat um Grat die hohen Wände emporzusteigen zu der in Himmelsblau getauchten Spitze...
Autor*innen: Elisée Reclus
Herrschaftssicherung, die durch die Einbeziehung der Menschen erfolgt und die Methoden offener Unterdrückung eher zu vermeiden sucht, beziehungsweise nur für Nicht-Integrierbare einsetzt, wirkt subtil, und ist damit schwerer durchschaubar. Der sich aktuell ausbreitende Populismus als Herrschaftsstrategie bedient sich der Benachteiligten, der Ausgegrenzten und Ausgebeuteten und suggeriert in ihrem Namen zu sprechen. Eine gefährliche Strategie, die in moderner Form aufgreift, was vormals der völkische Gedanke im Faschismus bezweckte: die eigentlichen Widersprüche durch die Zugehörigkeitsgefühle zum großen Ganzen zu überdecken. Völkische Ideologie und rassistische Muster haben sich bis in die Mitte der Gesellschaft ausgebreitet.
Autor*innen: Wolfgang Haug; Michael Wilk
Der Anarcho-Poet Ralf Burnicki war auf vielen Bühnen zu Gast, er las am Grab von Erich Mühsam, in der Volksbühne Berlin, auf etlichen Literaturtagen und libertären Veranstaltungen. Nie aber war sein Aufruf zur Anarchie eindringlicher als in diesem Band - ein poetischer Aufruf, der von Grafiken des (hierzulande wohl bekanntesten) anarchistischen Zeichners Findus vehement unterstrichen wird.
Autor*innen: Ralf Burnicki; Fidus