DVDs zu verschiedensten Themen
Autor*innen: Isabelle Fremeaux; John Jordan
Dem Phänomen Plastik auf der Spur: Regisseur Werner Boote, dessen Großvater selbst Geschäftsführer eines Unternehmens war, in dem Plastik produziert wurde, will mehr wissen über den Stoff, der unser Leben so sehr prägt. Werner Boote begibt sich auf die Suche nach Antworten. Auf verschiedenen Stationen auf der ganzen Welt spricht er mit Industriellen, Wissenschaftlern und Betroffenen über die Faszination und Gefahren von Plastik.
Von der Ausrufung der Ersten Republik über den Brand des Justizpalastes bis zum Bürgerkrieg, dazu Bilder von Maifeiern, Sportfesten und dem Aufbau des sozialistischen, „Roten“ Wien: Die vorliegende DVD vereint eine Auswahl von dreizehn Spiel-, Dokumentarfilmen und Wochenschaubeiträgen aus jenen schicksalshaften Jahren 1913 bis 1934. Sie geben spannende, überraschende und manchmal fast unwirklich scheinende Einblicke in eine Alltagskultur und Lebensrealität, die knapp 100 Jahre zurückliegt. Diese Berichte aus der Vergangenheit sind Dokumente des politischen Kampfes und des gesellschaftlichen Auf- und Umbaus, genauer: Proletarisches Kino, das sowohl der Aufklärung der Arbeiterklasse als auch ihrer Selbstdarstellung dient und dem bürgerlichen Film und seiner kommerziellen Ausrichtung entgegensteht.
Beim Wirten in Siegheilkirchen sitzt ein Rotzbub und zeichnet die nackerte Fleischhauerin. Die Bilder erregen den ganzen Ort, der Rotzbub heißt Manfred Deix und hat Talent. Doch Maler braucht so eine Kleinstadt im Österreich der 1960er vor allem zum Überpinseln ihrer braunen Flecken. Zum Glück gibt es das Espresso Jessy, das Bier und den Rock ’n’ Roll. Eines schönen Tages kommen die Roma in den Ort und mit ihnen die furchtlose Mariolina. Endlich gibt es in Siegheilkirchen wirklich etwas zu zeichnen. Aber den Ewiggestrigen im Dorf ist das Fremde natürlich ein Dorn im Auge, und sie basteln schon an einer Bombe...
Autor*innen: Marcus H. Rosenmüller
Im südfranzösischen Agen droht dem Werk der Perrin-Industrie, dem einzigen größeren Arbeitgeber der Region, die Schließung. Obwohl die gut tausend Mitarbeiter schon Zugeständnisse bei Lohn und Arbeitszeiten gemacht hatten, und trotz eines Rekordgewinns in der letzten Bilanz, soll das Werk, das inzwischen zu einem deutschen Konzern gehört, geschlossen werden. Gemeinsam wollen die Arbeiter gegen die Schließung des Werks kämpfen. Der altgediente Gewerkschafter Laurent Amédéo führt den Streik an. Doch die Verhandlungen dauern an und schon bald wird der Ton rauer. Es entspinnt sich ein nervenzehrender Existenzkampf, der auch unter der heftig kämpfenden Arbeiterschaft zu Auseinandersetzung führt.
Autor*innen: Stéphane Brizé
„Total Trust“ ist ein zutiefst beunruhigender und bewegender Film über die unheimliche Macht von Big Data und KI, über ihren Gebrauch und Missbrauch im öffentlichen wie im privaten Leben, über Zensur und Selbstzensur. Anhand eindringlicher Schicksale von Menschen in China, die überwacht, eingeschüchtert und sogar gefoltert wurden, erzählt „Total Trust“ von den Gefahren aktueller Technologien in den Händen einer ungezügelten Macht. Mit China als Spiegel schlägt der Film Alarm: Der zunehmende Einsatz von digitalen Überwachungstools ist längst ein globales Phänomen – auch in demokratisch geführten Ländern.
Willkommen in der Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion und der High-Tech-Landwirtschaft! Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen gibt der Film kommentarlos Einsicht in die Orte, an denen Nahrungsmittel in Europa produziert werden. Dieser Film ist ein Bildermahl im Breitwandformat, das nicht immer leicht verdaulich ist - und an dem wir alle Anteil haben.
In Südkärnten sprachen vor 1910 etwa 90 Prozent aller Bewohner/-innen Slowenisch, heute ist der Prozentsatz einstellig. Andrina Mracnikar formuliert in ihrem essayistischen Dokumentarfilm auf persönliche Weise eine hochpolitische Dringlichkeit: Was passiert, wenn einem die Muttersprache im Alltag genommen wird? Was muss die Politik tun, um dem Verschwinden einer Sprache, deren Schutz in der Verfassung festgeschrieben ist, entgegenzuwirken? Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis der Diagonale 2022.
Autor*innen: Andrina Mracnikar
Der 21. Mai 2008 begann mit einem gewaltigen Polizeieinsatz. Ziel waren TierrechtsaktivistInnen in ganz Österreich, die sich für die Rechte von Tieren eingesetzt und eine Kampagne gegen den Verkauf von Pelz gestartet hatten. Die Causa wuchs sich in den darauffolgenden Monaten und Jahren zur kafkaesken Justizgroteske aus, in deren Fokus eine ominöse kriminelle Organisation stand.
Die Dokumentation „WIR SIND ALLE §278A“ portraitiert fünf politisch aktive Menschen, die sich den Einschüchterungsversuchen eines repressiven Staates entschlossen entgegenstellen.