Der Anarchismus bietet eine hervorragende Grundlage für eine prinzipielle Rechtskritik. Dies schließt jedoch nicht aus, dass auch eine andere Art des Denkens über Recht möglich ist. Die „positive Anarchie“ beinhaltet ein Gesellschaftsbild ohne unterdrückende Macht und stützt sich auf Ordnung, Dynamik, Rationalität sowie Mutualismus und Föderalismus. Dieses Konzept lässt sich mithilfe des Rechts näher ausarbeiten. Der Gedanke findet sich bereits bei Proudhon, Kropotkin und Bakunin, vor allem aber bei der niederländischen libertären Juristin Clara Meijer-Wichmann, die vor über einem Jahrhundert ihre Sichtweise zum Strafrecht entwickelte.
Buch, 128 Seiten
Pornografie wird in einem so hohen Maß konsumiert, dass sie als Teil alltäglicher sexueller Praxis gesehen werden muss. Die Debatte ist polarisiert: Einerseits wird Pornografie als unmoralisch abgelehnt, andererseits als vermeintlich befreite Form der Selbstentfaltung gefeiert. Der Sammelband präsentiert Positionen zwischen dem konservativen sexuellen Tabu und der neoliberalen Verharmlosung. Dabei stellt sich als eine zentrale Frage, warum sexuelle Gewalt in der Pornografie als Unterhaltung inszeniert wird.
Sollten Kinder ihre Lehrer selbst wählen? Kann man Autoritäten aus der Schule vollständig entfernen? Sollten Kinder erzogen werden? Wenn ja, wie sollten Kinder erzogen werden? Wo sollten sie erzogen werden? Wie verhält sich die Frage der Erziehung zu den Kämpfen gegen Unterdrückung und Ausbeutung? Und noch viele weitere Fragen stellten sich Anarchisten schon lange, in dem Bewusstsein, dass der Weg zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft selbstbestimmte Individuen erfordert, die für ihr Recht und das der anderen eintreten, die weder herrschen, noch beherrscht werden wollen! Der Band versammelt Texte aus den Jahren 1869 bis 1907, oftmals Erstübersetzungen ins Deutsche, die sich mit verschiedenen Fragen der Erziehung aus anarchistischer Perspektive beschäftigen.