Sozialistische KlassikerInnen und (räte)kommunistische QuerdenkerInnen jenseits von Einparteiendiktatur, Staatskapitalismus und Führerkult
Zur Popularisierung von Karl Marx‘ Theorie verfaßte Johann Most während verschiedener Gefängnisaufenthalte diese allgemeinverständliche Fassung von Kapital und Arbeit. Marx selbst hat diese Schrift auf Bitten von politischen Freunden redigiert, die dann in der „zweiten verbesserten Auflage“ 1876 erschien. Mit der erneuten Herausgabe 150 Jahre später hoffen wir auf viele interessierte Leser. Mit einem biografischen Nachwort von Gerald Grüneklee.
Autor*innen: Johann Most
"Der Kapitalismus ist die erste Gesellschaftsordnung, die eine Ideologie hervorbringt, mittels derer sie sich selbst bescheinigt, 'rational' zu sein. Andere Arten gesellschaftlicher Institution beruhten auf einer mythischen, religiösen oder traditionellen Legitimation. Im vorliegenden Fall wird behauptet, es gebe eine 'rationale' Legitimation. Tatsächlich wurde dieses Kriterium, rational zu sein (...), vom Kapitalismus selbst erst instituiert; und dabei entsteht der Eindruck, als würde die Tatsache, erst vor kurzem instituiert worden zu sein, ihn nicht etwa relativieren, sondern vielmehr unangreifbar machen." (Cornelius Castoriadis)
Autor*innen: Cornelius Castoriadis
Autor*innen: Paul Mattick
Um in kürzerer Zeit mehr Interessierte mit der Marx‘schen Kritik des Kapitalismus vertraut zu machen, wurde von Wal Buchenberg diese kommentierte Kurzfassung aller drei Kapitalbände erstellt, die auf die Vertiefung von Einzelfragen verzichtet, aber auf weniger als 500 Seiten den vollständigen Gedankengang von Marx‘ Hauptwerk im Zusammenhang und seinen eigenen Worten bietet.
Autor*innen: Karl Marx; Wal Buchenberg (Hg.)
Autor*innen: Christian Schmidt
Autor*innen: Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft
Anton Pannekoeks Schrift von 1912 ruft eine Zeitwende in Erinnerung, als die Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts aus ihrer internationalistischen Perspektive heraus den Weg zur Nation fand. Seine Kritik an diesem nationalistischen Opportunismus zeigte eine Alternative auf, die es am Vorabend des Ersten Weltkrieges gab, die aber bedeutungslos blieb. Die Neuauflage von Pannekoeks Buch kann als Denkanstoß für die heutige Zeit wirken, in der - wie damals - unter tatkräftiger sozialdemokratischer Mitwirkung der Krieg als unvermeidbares Mittel der Politik propagiert wird.
Autor*innen: Anton Pannekoek
Wie die Linke auf die Klimakrise reagieren soll, ist heftig umstritten. Dieses Buch macht sich auf die Suche nach Verbindungen zwischen «grünen» und «roten» Perspektiven. Dabei geht es den Autor:innen zunächst darum, die gesellschaftlichen Triebkräfte des Klimawandels theoretisch auf den Begriff zu bringen. Im Rückgriff auf neuere, ökologische Interpretationen des Werks von Karl Marx zeigen sie: Die Klimakrise entspringt nicht dem Wesen des Menschen, sondern den besonderen ökonomischen Gesetzen der kapitalistischen Gesellschaft.
Autor*innen: Katja Wagner, Maximilian Hauer, Maria Neuhauss
Von einer Dissidenz in die andere - so lässt sich die politische Entwicklung des Philosophen und politischen Aktivisten G. M. Tamás beschreiben. War er vor 1989 Teil des demokratischen Samisdat, so vertritt er im heutigen Ungarn einen wiederbelebten und neu entdeckten Marxismus. Aus dieser seiner Geschichte speisen sich auch die Beiträge des Bandes, in denen er nicht nur die politische Entwicklung in Osteuropa nach der Wasserscheide von 1989 beschreibt, sondern auch die Entwicklung des Sozialismus in den letzten zwei Jahrhunderten und den Aufstieg des Nationalstaats in der Arbeiterbewegung und schließlichen Verfall in deren Ruinen.
Autor*innen: Gáspár Miklós Tamás
Autor*innen: Bini Adamczak
Autor*innen: W. Buchenberg
Autor*innen: Anton Pannekoek