Literatur, Kinderbücher, Comics, Graphic Novels...
»Erschlagt die Armen!« ist Titel eines Prosagedichts von Charles Baudelaire, und die Protagonistin dieses Romans scheint ihn wörtlich genommen zu haben: Die junge Frau schlägt einem Migranten in der Metro eine Weinflasche über den Kopf und findet sich in Polizeigewahrsam wieder. Dort soll sie sich erklären: Was treibt eine dunkelhäutige Frau indischer Abstammung, die in der Asylbehörde als Dolmetscherin zwischen Asylbewerbern und Beamten vermittelt, zu einer solchen Tat? Täglich übersetzt sie das Jammern und die Lügen der Asylbewerber, deren offensichtliches Elend der Behörde nicht reicht - und ist angewidert vom System, deren Teil sie geworden ist. Als Migrantin bleibt sie fremd in den Augen der Beamten, aber auch für ihre ehemaligen Landsleute ist sie fremd - als eine, die es geschafft hat.
Autor*innen: Shumona Sinha
»Die Fabel vom Aufstand der Tiere des Farmers Jones und vom allmählichen Umschlag der Revolution in ihr den status quo ante wiederherstellendes Gegenteil gehört zu den bekanntesten literarischen Werken des 20. Jahrhunderts. Der Satz ›Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als andere‹ wurde zum geflügelten Wort.«
Autor*innen: George Orwell
Autor*innen: George Orwell
Autor*innen: Hardy Fool
Nach einer missglückten Intimrasur liegt die 18-jährige Helen auf der Inneren Abteilung von Maria Hilf. Dort widmet sie sich jenen Bereichen ihres Körpers, die gewöhnlich als unmädchenhaft gelten. Kaum ein Buch hat in den letzten Jahren soviel Aufsehen erregt wie dieses. Es wurde verrissen, missverstanden, in den Himmel gelobt und als Befreiungsschlag gefeiert. Es hat eine Debatte ausgelöst und wurde auf die Bühne gebracht: eine einzigartige Erfolgsgeschichte!
Autor*innen: Charlotte Roche
Autor*innen: Sandra Neumann; Barbara Neumann
Autor*innen: Kati Rickenbach
Flucht zum Goldenen Berg ist die Geschichte der Immigration der Chinesen nach Nordamerika: eine Geschichte voller Diskriminierung, Leid und der Trennung von Angehörigen. Dennoch blieben die Chinesen, arbeiteten hart und opferten sich auf, um zukünftigen Generationen ein besseres Leben zu ermöglichen. Dieser historische Comic erzählt von ihrer Suche nach dem „Goldenen Berg“ (wie die Chinesen Nordamerika nannten) anhand der Familie Wong, die sich in ihrem neuen Heimatland mit viel Hoffnung und Entschlossenheit den Herausforderungen stellt.
Autor*innen: David H. T. Wong
Das schriftstellerische Werk B. Travens ist eng mit seinem mexikanischen Exil verknüpft. Dies und der Bezug zur aktuellen Lage Mexikos sind Gegenstand dieses Buches. Zwei autobiographische Tendenzen tragen Travens Geschichten: zum einen der Hang des individualanarchistischen Revolutionärs, schlechte Verhältnisse zu kritisieren und Veränderungsoptionen aufzuzeigen. Zum anderen die Faszination des Exilanten an der Exotik und des Abenteuers in der Fremde. Traven lotete für sich die Möglichkeiten individueller Befreiung aus. Ihm war es in einer verzweifelten Lebenslage und mit großem Mut gelungen, sich von seiner alten Identität zu befreien, um sie gegen eine produktive neue in Mexiko zu tauschen.
Autor*innen: Rolf Raasch
Im vorliegenden Band geht Günter Eichberger Lektürespuren von Klassikern des Anarchismus (Lafargue, Bakunin, Proudhon) sowie anarchistisch inspirierten Surrealisten in Texten österreichischer Literat:innen nach. Vom „Einmannstaat“ Konrad Bayers bis zum „Birnall“ des Helmut Schranz, von Oswald Wieners „bioadapter“ bis zur „Tagediebin“ Stefanie Sargnagels reichen die Untersuchungen von Konzepten der Verweigerung sozialer Verhaltensgebote. Eichberger spürt überraschende Filiationen zum internationalen Anarchismus auf und führt ein neues Paradigma in die jüngere Literaturgeschichte ein: Wolfgang Bauer, Gunter Falk werden ebenso wie Alois Brandstetter oder Wilhelm Hengstler unter dem Blickwinkel der Anarchismus-Rezeption besprochen.
Autor*innen: Günter Eichberger
Autor*innen: Gerhard Seyfried
Der einzige Ort auf dem Anarres, der durch eine Mauer von seiner Umgebung abgetrennt wird, ist der Raumhafen. Von hier aus werden die Edelmetalle, die in den Minen des Planeten abgebaut werden, einmal im Jahr zum Nachbarplaneten Urras geflogen. Für die Herrschenden von Urras ist das anarchistische Anarres nicht mehr als eine abhängige Bergbaukolonie, die es möglichst effektiv auszubeuten gilt. Für die Bewohner von Anarres ist ihre Heimat jedoch der einzige Ort im ganzen Sonnensystem, wo sie wirklich frei sind – frei von Unterdrückung, aber auch frei von dem Zwang, künstlich erzeugte Bedürfnisse befriedigen zu müssen.
Autor*innen: Ursula K. Le Guin