Sozialistische KlassikerInnen und (räte)kommunistische QuerdenkerInnen jenseits von Einparteiendiktatur, Staatskapitalismus und Führerkult
Die Broschüre ist ein Klassiker des Rätekommunismus. Zum Autor: "Henk Canne Meijer war 27 Jahre alt, als die russische Revolution ausbrach. Er gehörte zu den Millionen, für die diese mächtige gesellschaftliche Umwälzung bestimmend für ihr ganzes Leben werden sollte. Er reihte sich bei denen ein, die die russische Revolution bejubelten. Doch die Kritik an ihr von seiten der deutschen linken Kommunisten (...) hatte ihre Wirkung auf ihn. Er stieß zu den oppositionellen Kommunisten, die den selbständigen Kampf der Arbeiter mittels der Arbeiterräte propagierten und sich so gegen den Parteikommunismus wandten (…)."
Autor*innen: Henk Canne Meijer
Der Zusammenbruch der osteuropäischen „realsozialistischen“ bürokratischen Regime und der Zerfall der marxistisch-leninistischen Ideologie bilden den großen historischen Einschnitt am Ende des 20. Jahrhunderts – und wie die aktuelle weltpolitische Lage dramatisch zeigt, bleiben dessen gesellschaftlichen Folgen auf brutale Weise bis heute wirksam und präsent. In den langen Jahrzehnten des Kalten Krieges zuvor, als jene Regime und jene Ideologie im Osten über die Bevölkerungen geherrscht und sie im Westen viele Intellektuelle fasziniert hatten, schien es für die meisten bloß die Wahl zwischen der Verteidigung des amerikanischen Imperialismus oder der russischen Bürokratie zu geben. Mutige Stimmen wie die von Cornelius Castoriadis, die es offen und kompromisslos wagten, sich gegen beide zu stellen und beide einer radikalen Kritik zu unterziehen, waren lange selten.
Autor*innen: Cornelius Castoriadis
Der Band dokumentiert die Ausstellung zur Theorie- und Politikgeschichte des Marxisten Karl Korsch (1886–1961), die zuerst im September 2022 in Jena gezeigt wurde. Daneben enthält der Band die zur Ausstellung gehaltenen Vorträge zur Wirkungsgeschichte insbesondere der berühmt gewordenen Marxistischen Arbeitswoche in Geraberg/Arnstadt in Thüringen während der Pfingstwoche 1923. Die Marxistische Arbeitswoche kann als erstes Theorieseminar des legendären Frankfurter Instituts für Sozialforschung gelten, das heute ebenfalls seinen hundertsten Geburtstag begeht.
Autor*innen: Michael Buckmiller (Hg.)
Schon vor dem Ersten Weltkrieg analysierte Pannekoek, wie Kapital und Staat die arbeitenden Menschen in Abhängigkeit halten und über ihre Köpfe hinweg wirtschaftliche und politische Entscheidungen treffen. Pannekoek propagierte demgegenüber die Selbstverwaltung: Arbeiterräte, in denen diejenigen, die die Arbeit machen, auch über Produktion und Verteilung entscheiden.
Autor*innen: Anton Pannekoek
Die arbeitende Bevölkerung unterwirft sich den Entscheidungen von Politik und Konzernen, obwohl sie es ist, die die Gesellschaft am Laufen hält. Warum akzeptieren so viele Menschen eine Weltordnung, die gegen ihre Interessen arbeitet? Warum lehnen sie sich nicht auf, sondern verteidigen oft sogar das System, das sie beherrscht?
In »Die Grundlagen der sozialen Revolution. Band 2: Das falsche Bewusstsein« geht Anton Pannekoek genau dieser Frage nach. Seine Antwort: Die Herrschaft des Kapitals beruht nicht nur auf Zwang, sondern wird von Ideologien begleitet, die das Denken der Menschen prägen. Diese Ideologien – das »falsche Bewusstsein« – erschweren es denen, die mit ihrer Arbeit den vorhandenen Reichtum schaffen, die gegen sie gerichtete Politik zu durchschauen und zugleich ihre eigene kollektive Stärke zu erkennen.
Autor*innen: Anton Pannekoek
Mitten im Ersten Weltkrieg und im Hinblick auf den revolutionären Kampf gegen den Krieg und für die Weltrevolution entwickelt Henriette Roland Holst in ihrer Schrift »Die Kampfmittel der sozialen Revolution« ein leidenschaftliches Plädoyer für den Vorrang der geistigen vor der physischen Gewalt. Diesem Plädoyer liegt keineswegs ein naiver Sozialpazifismus zugrunde, sondern eine realistische Lösung des Dilemmas der sozialen Revolution in der Gewaltfrage.
Autor*innen: Henriette Roland Herbst
Charles Bettelheim, einer der profiliertesten marxistischen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, befasste sich Jahrzehnte mit Ökonomie und Politik der Sowjetunion. Der französische Jungkommunist wurde zuerst ein Kritiker des Stalinismus, war später stark maoistisch beeinflusst, um dann in seiner letzten Lebensphase das bolschewistische Revolutionsmodell einer grundsätzlichen Kritik von links zu unterziehen. In über 600 Seiten untersuchte und analysierte er „die Welt der Herrschenden“ und „die Welt der Beherrschten“.
Autor*innen: Charles Bettelheim
Wenn es um ›die Krise‹ geht, ist in der öffentlichen Auseinandersetzung meist nur die Krise von Banken und bankrotten Staaten gemeint. Doch nicht nur die sind in der Krise, wie ein Blick auf die Prekarisierung von Existenzen, Pflegenotstand, Wohnungsnot und ähnlichem zeigt. Um diese Phänomene aus den Widersprüchen zwischen Anforderungen im Bereich der Reproduktion und kapitalistischen Interessen, die an maximalen Profiten orientiert sind, zu beschreiben, haben FeministInnen die These der ›Krise der sozialen Reproduktion‹ entwickelt. Diese betont die Permanenz von Krise.
Autor*innen: Trouble everyday collective
Autor*innen: Raya Dunayevskaya
Autor*innen: Christian Riechers
Autor*innen: Paul Lafargue
Autor*innen: Paul Lafargue