Feuer in die Herzen!

www.anarchismus.atAnarchistische BibliothekFreie ArbeiterInnen Union - FAUForum deutschsprachiger AnarchistInnenGraswurzelrevolution

Ein anderer Kompass. Soziale Bewegungen und Geschichtsschreibung. Texte 1969-2009

Ein anderer Kompass. Soziale Bewegungen und Geschichtsschreibung. Texte 1969-2009
Für eine größere Ansicht
auf das Bild klicken
Art.-Nr.:
2093
ISBN:
9783935936958
Autor*innen:
Angelika Ebbinghaus
Mehr Artikel von diesem Verlag / Hersteller*innen:
Assoziation A Verlag
20,60 EUR
inkl. 5 % MwSt. zzgl. Versandkosten




    • Details

    Beschreibung

    Soziale Bewegungen und Geschichtsschreibung. Texte 1969-2009

    Wie viele ihrer Generation war Angelika Ebbinghaus in den Sozialbewegungen der 1960er und 1970er Jahre aktiv. Auch in den folgenden Jahrzehnten hielt sie an der Hoffnung auf gesellschaftliche Selbstorganisation fest. Ihr zentraler Impuls war, die emanzipatorischen Anliegen der Frauen, MigrantInnen, Psychiatrisierten und Behinderten mit zu tragen und zugleich kritisch zu reflektieren. Dabei kam ihr die Ausbildung als Psychologin, Psychotherapeutin und Historikerin zugute. Mit ihren MitstreiterInnen gelang es ihr, in diesen Disziplinen wichtige Paradigmenwechsel durchzusetzen. So entstand an der Schnittstelle zwischen gesellschaftskritischem Handeln und Denken ein anderer Kompass, der eine Vielzahl von Aktions- und Forschungsfeldern mit geprägt hat.

    Im vorliegenden Band sind die wichtigsten Schriften von Angelika Ebbinghaus versammelt. Sie konzentrieren sich auf diejenigen Themenfelder, in denen sie wichtige Denkanstöße gab, Kontroversen nicht scheute und neue Sichtweisen durchsetzte: Frauenforschung, das globale "1968", die "andere" Arbeiterbewegung und der Operaismus, Intelligenz und sozialer Fortschritt, die Entwicklung des Taylorismus in Ost und West. Hinzu kommen die Wegmarken ihrer historiografischen Auseinandersetzung mit den Ungeheuerlichkeiten der NS-Diktatur: Massenvernichtung durch Giftgas, Heilen und Vernichten, der Nürnberger Ärzteprozess, der Widerstand gegen die NS-Diktatur und Frauen als Opfer und Täterinnen.

    Die Erinnerungskultur zu 1968 ist weitgehend männlich geprägt. Die Beiträge dieses Buches öffnen den Blick auf eine andere Geschichte und stellen Persönlichkeit und Schaffen einer Feministin und 68erin vor, die soziales Engagement und kritische Analyse in beispielhafter Weise miteinander verbunden hat. Durch die Erinnerungen von acht Weggefährtinnen liefert das Buch zugleich wichtige Mosaiksteine zu einer Geschichte der Frauenbewegung nach 1968.

    Mit Beiträgen von Marion Frère, Heidrun Kaupen-Haas, Helga Milz, Christiane Rothmaler, Ulrike Schaz, Astrid Schmeda, Bernhild Schrand und Cordula Tollmien sowie einem Vorwort von Karl Heinz Roth, Marcel van der Linden und Heinrich Senfft.

    Buch, 336 Seiten