Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.
In Klassenfahrt wird Klassismus zugänglich, offen und nahbar erzählt, womit sich der Sammelband angenehm von theoretischen Büchern zum Thema abhebt. Persönliche und tagtägliche Situationen zeigen Klassismus und wie Unterschiede uns gewaltsam formen. In Erzählungen, Comics und Interviews erzählen 50 Personen von ihren Erfahrungen mit Klassismus. In unterschiedlichen Formaten geht es um Themen wie Gesundheit, Geld, Scham, Sexualität und Zugänge. Wir erfahren was Erfrischungsgetränke, Scheibenkäse, Snackautomaten, Star Trek und ein Teller mit Klassismus zu tun haben. Die Erzählenden sprechen über Trauer, Wut und Stärke und thematisieren Widersprüche.
Autor*innen: Frede Macioszek; Julian Knop
Paris, 1927. Nach einem Jahr Haft wird der spanische Anarchist Buenaventura Durruti mit der Auflage entlassen, Frankreich innerhalb von zehn Tagen zu verlassen. Im Untergrund lernt er Nestor Machno kennen, die Galionsfigur des ukrainischen Anarchismus, ein libertärer Kommunist und Begründer der revolutionären Aufstandsarmee Machnowschtschina. Diese Begegnung wird für beide zur Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Ideale miteinander zu besprechen …
Autor*innen: Bruno Loth, Corentin Loth
Feminismus ist heute ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft und es gibt viele Bücher, die sich an Mädchen wenden. Aber wie kann man Jungen dabei unterstützen, ihren Platz in diesen Debatten zu finden? Wie dekonstruiert man die männlichen Stereotype, die von der patriarchalischen Gesellschaft geprägt sind? Hier setzt dieser Sachcomic an.
Autor*innen: Karim Ouaffi, MikanKey
Was haben Poesie, Barrikaden und Knetmasse gemeinsam? Dieses Buch! „Eine Liebeserklärung an Anarchisten“ ist ein außergewöhnlicher Streifzug durch die faszinierende Welt der Rebellion, Freiheit und Solidarität. Mit liebevoll gestalteten Knetmassen-Illustrationen und tiefgründigen Texten feiert es die Menschen, die den Mut haben, anders zu denken und zu handeln.
Autor*innen: Oliver Lehmann
Was wäre, wenn du die Welt selbst gestalten könntest – ohne Hierarchien, ohne Zwang, ohne Staat? Dieses Buch zeigt dir, wie es geht. In 30 prägnanten Lektionen erfährst du, was Anarchismus wirklich bedeutet und wie seine Prinzipien in der Praxis funktionieren. Von Dezentralisierung und Konsensbildung bis hin zu DIY-Kultur und solidarischer Ökonomie – jede Lektion ist ein Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung und kollektiver Verantwortung.
Autor*innen: Anton Hoffmann
Vor 50 Jahren wurde es besetzt, dann von der Gemeinde Wien renoviert und subventioniert übergeben – das Amerlinghaus. Unzählige Initiativen sind daraus hervorgegangen. Als das erste in Wien durch Besetzung erkämpfte Kultur- und Kommunikationszentrum in den 2010er Jahren zerschlagen werden sollte, zeigte das Amerlinghaus sein kämpferisches Gesicht – mit Demos im Bobo-Bezirk, Punk-Konzerten im Shopping-Paradies und Vernetzungen mit aktuellen Hausbesetzer:innengruppen.
Autor*innen: Infobüro Amerlinghaus (Hg.)
Die Klimakrise ist eng mit Gerechtigkeitsfragen verknüpft, das zeigt sich nicht zuletzt in den Forderungen der Klimabewegung. Mit ihrem Slogan »Climate Justice Now!« ruft sie zum raschen und ambitionierten Klimaschutz sowie zur angemessenen Verteilung der Kosten auf, die durch die Anpassung an den Klimawandel entstehen. Zudem soll die Nachhaltigkeitswende, die mit zahlreichen gesellschaftlichen Veränderungen verbunden ist, ihrerseits gerecht ausgestaltet werden. Doch wie lässt sich das normative Ideal der Klimagerechtigkeit näher bestimmen? Und was hindert Gesellschaften daran, sich dem einmal erkannten Ideal anzunähern? Anhand dieser beiden Leitfragen gibt das Buch einen Überblick über philosophische und sozialwissenschaftliche Debatten im Zusammenhang mit der Klimagerechtigkeit.
Autor*innen: Klaus Dingwerth
In fünfzehn Tagen und Nächten setzt der gebrechliche Wesir des Osmanischen Reiches seinem Neffen und Nachfolger die Strategien des Herrschens auseinander. Das ist der Rahmen für Stojan Michailowskis »Buch für das bulgarische Volk«, entstanden 1897, bis heute unübersetzt. Ilija Trojanow erzählt dieses Großgedicht in seiner eigenen Sprache nach. Und stellt seiner Erzählung einen Chor von Stimmen bedeutender Theoretiker des Herrschens zur Seite. Dazu gehören Klassiker der politischen Weltliteratur aus Persien und dem antiken Griechenland, aus China und Japan, Machiavelli und Shakespeare, ebenso wie Autoren von heute. Entstanden ist so eine Wunderkammer des Nachdenkens über das Wesen der Macht – und darüber, wie wir uns vor ihren Gefahren schützen.
Autor*innen: Ilija Trojanow
Anti-Militarismus, Exilgruppe Deutsche Anarchosyndikalisten, Exil in Schweden, Föderation freiheitlicher Sozialisten, Freidenkerorganisation, Freie Arbeiter-Union Deutschlands, Freie Liebe, Freie Vereinigung deutscher Gewerkschaften, Freie Sängerbewegung, Gefangenenbetreuung, Gilde freiheitlicher Bücherfreunde, Kampfbühnen des Syndikalismus, Miliz „Tierra y Libertad“, Mujeres Libres, Pädagogik, Pressewesen, Reichsverband für Geburtenregelung und Sexualhygiene, Schwarze Scharen, Sicherung von Nachlässen, Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands, Syndikalistische Kindergruppen, Syndikalistische Frauenbünde, Syndikalistischer Frauentag-19. August, Vereinigtes Komitee für die Verteidigung der gefangenen Revolutionäre in Sowjetrußland, Widerstand gegen §§ 218/219 StGB, Widerstand gegen die Nazis, Widerstand in der DDR. Mit Portraitzeichnungen von Johanna Teske.
Autor*innen: Helge Döhring
„Hier war endlich einer der verhaßten Idealisten, die hinter schwungvollen liberalen Reden, ihr inneres reaktionäres Wesen so gut zu verbergen wußten, Bakunin sozusagen zwischen die Füße gelaufen, wurde von ihm gepackt und ein Exempel an ihm statuiert. Vor dem lebenden Mazzini, der auf der Höhe seines Rufes stand, ließ Bakunin die leeren Schatten der Victor Cousin und anderer Doktrinäre liegen. Die intensive Beschäftigung aber mit all diesen Problemen […] hatten ihn gerade in diesem Moment instand gesetzt, vollgerüstet loszuschlagen, und so entstand in wenigen Tagen die glänzende Antwort an Mazzini, den Verächter der Pariser Kommune und der Internationale, den ewigen Feind jedes wirklichen Sozialismus und der Revolution, den Verehrer eines unfaßbaren und desto fester eingewurzelten Gottes.“ Max Nettlau (1919)
Autor*innen: Michael Bakunin; Philippe Kellermann (Hg.)
Der Band beschäftigt sich mit den Fragen, wer war Otto Rühle, für welchen Weg kämpfte er und welche seiner Texte sind über seine Zeit hinaus heute wieder für eine Diskussion über autokratische Gesellschaftsformen verwertbar? Dem biographischen Aufriss folgt eine Auswahl von Texten Otto Rühles, die sich zwar im Wesentlichen auf seine Aussagen zu politischen Themen konzentriert, die aber gleichzeitig von seinen pädagogischen und individualpsychologischen Kenntnissen beeinflusst wurden.
Autor*innen: Wolfgang Haug (Hrsg.)
Seit dem Münchner Abkommen im September 1938 steht Europa vor der Drohung eines neuen Weltkriegs. Simone Weil, Philosophin, Gewerkschaftlerin, Aktivistin, sieht sich unter äußerstem Druck: Was kann sie, die radikale Pazifistin, tun, wenn Hitlers Deutschland tatsächlich den Krieg beginnt? In dieser Extremsituation schreibt sie einen ihrer berühmtesten Texte, eine souveräne Darstellung des homerischen Epos, zugleich die minutiöse Analyse dessen, was die kriegerische Gewalt macht aus den Menschen und der Welt. Simone Weil weiß, »dass man die Gewalt niemals bewundern soll, die Feinde nicht hassen und die Unglücklichen nicht verachten«, und erkennt gerade daraus die menschliche Pflicht zum Widerstand. Wolfgang Matz stellt in seinem Essay sodann eine der großen Reflexionen über Krieg und Frieden zur Diskussion: Was leistet Simone Weils Machttheorie gegenüber den heutigen Konflikten? Wo sind die Grenzen ihres pessimistischen Begriffs der Gewalt? Wie aktuell ist ihre Idee einer universalen Moral? Simone Weils Kritik des Pazifismus und ihre dennoch illusionslose Analyse der Realität des Krieges ist die konzentrierte Bilanz des politischen und moralischen Zwiespalts, der im 21. Jahrhundert von Neuem aufbricht.
Autor*innen: Simone Weil