Diese Wortschöpfung der 70er Jahre steht für eine Utopie, mit der US-amerikanische Feministinnen wie Peggy Kornegger und Carol Ehrlich versuchten, den Radikalfeminismus ihrer Zeitgenossinnen um Elemente libertärer Theorie und Praxis zu erweitern. Die Wurzeln dieser Verbindung aus Anarchismus und Feminismus sind jedoch viel älter - so alt wie diese Bewegungen selbst. Namentlich bekanntere Anarchistinnen wie Emma Goldman, Louise Michel und Vera Figner engagierten sich Zeit ihres Lebens für die Rechte der Frauen. Andere, zum großen Teil namenlos gebliebene Anarchistinnen, schufen sich eigene Frauenorganisationen, wie die spanischen Mujeres Libres oder den deutschen Syndikalistischen Frauenbund. Silke Lohschelder zeichnet den Weg dieser Frauen nach, zeigt wichtige Parallelen und Unterschiede und verlässt schließlich den historischen Rahmen, indem sie die LeserInnen in die anarchafeministischen Diskussionsprozess der Gegenwart einführt.
Textauszug: Anarchafeminismus
Buchbesprechung: Anarchafeminismus - Auf den Spuren einer tabuisierten Verbindung
4. Auflage 2024
Buch, 196 Seiten
Biographie und Textauszüge von Michael Bakunin.
Unsere neue Broschüre „Anarchismus und Marxismus“, eine Übersetzung des Textes „Anarchism and Marxism“ von Lucien van der Walt, erschien im Original 2018 in „Brill’s Companion to Anarchism“. Wir halten den Text für einen wichtigen Bestandteil gegenwärtiger anarchistischer Theorie, den wir fortgeschrittenen Leser:innen empfehlen.
Während Staaten Probleme schaffen, die nur mit ihrer Hilfe gelöst werden können, legt Desert anschaulich Lösungsansätze abseits von Naturschutzprogrammen dar. Der Blick auf neue Perspektiven bleibt positiv: Er zeigt, was es bedeutet, Anarchist*in und Umweltschützer*in zu sein, wenn weder die globale Revolution noch weltweite Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Das Setzen von kurzfristigen Zielen und die gegenseitige Unterstützung sind nur zwei der zahlreichen Vorschläge, die das Buch zu einer anregenden und motivierenden Lektüre machen.