Bücher zu den Themenbereichen Antifaschismus, Antirassismus und Antisemitismus
Wenn von der rechten Szene die Rede ist, bleibt häufig unbeachtet, dass auch Frauen dort eine sichtbare und aktive Rolle einnehmen. Selbst bekannte Akteurinnen wie Alice Weidel (AfD), Sigrid Schüssler (ehem. NPD) oder Beate Zschäpe (NSU) werden dabei oft als weniger bedrohlich wahrgenommen als ihre männlichen Pendants. Diese Wahrnehmung greift jedoch zu kurz: Auch Frauen tragen maßgeblich dazu bei, dass erzkonservative, antifeministische und sogar extrem rechte Narrative über soziale Medien Anschluss an die gesellschaftliche Mitte finden.
Autor*innen: Alice Juraschek
Autor*innen: Michael Barthel; Benjamin Jung
Autor*innen: Dominik Clemens; Richard Gebhardt (Hg.):
Nach der Ermordung von Michael Brown in Ferguson/Missouri und Eric Garner in New York City durch weiße Polizisten kam es Ende 2014 in den USA zu Massenprotesten gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt. Die aus diesen Protesten hervorgegangene BlackLivesMatter-Bewegung, die bis heute durch zahlreiche weitere willkürliche Morde an Schwarzen Menschen befeuert wird, entlarvt die Vorstellung einer post-rassistischen USA als Illusion und hat eine neue Generation von Aktivist*innen hervorgebracht, die das Vermächtnis der Black Power-Bewegung der 1960/70er Jahre fortsetzt.
Autor*innen: Keeanga-Yamahtta Taylor
Das Autorenpaar zeichnet die Genese von Rassismus in der Kinderliteratur nach, reflektiert die sogenannte ›Kinderbuchdebatte‹ und erklärt, warum viele Kinderbücher literarisch nur aufgrund von Rassismus funktionieren. Ihre konkreten Vorschläge zum Umgang mit rassistischen Kinderbüchern helfen Eltern und Vorlesenden, Rassismus in Kinderbüchern nicht nur zu verstehen, sondern auch selbst zu erkennen.
Autor*innen: Lisa Pychlau-Ezli und Özhan Ezli
Autor*innen: Gottfried Wagner
Autor*innen: Interface (Hg.)
Autor*innen: Nedjib Sidi Moussa
Autor*innen: Jour-fixe Initiative (Hg.)
Wie kämpfen illegalisierte Migrant_innen um ihre Rechte? Mitte der neunziger Jahre besetzte in Paris eine Gruppe Sans Papiers eine Kirche, um für legale Aufenthaltstitel zu kämpfen. Mehr als ein Jahrzehnt später streikten mehr als sechstausend illegalisierte Migrant_innen, unterstützt durch die Gewerkschaft CGT, in mehreren Betrieben und verschiedenen Sektoren. Welche Effekte der Ermächtigung erleben die Kämpfenden dabei? An welche Grenzen und Widerstände stoßen Sans Papiers-Bewegungen? Welche Konsequenzen haben die eingegangenen Bündnisse? Und welche politischen Effekte haben die Kämpfe illegalisierter Migrant_innen?
Autor*innen: Neva Löw
Claire Rodier geht der Frage nach, wozu – und wem – Einwanderungskontrollen dienen. Dazu gibt sie einen seltenen Einblick in die Welt der privaten Sicherheitsunternehmen und deren Verstrickungen in politische Entscheidungs- und Gesetzgebungsprozesse. Darüber hinaus zeigt sie die ideologische Funktion der Aufrüstung an den Grenzen auf: wie Angst ausgebeutet und Migration kriminalisiert wird, um daraus politischen wie wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.
Autor*innen: Claire Rodier