Mit Texten von Milly Witkop-Rocker, Hertha Barwich, Aimée Köster u. a.
Hrsg. und mit einem Vorwort versehen von Siegbert Wolf, Klassiker der Sozialrevolte Bd. 17
Als Teil der anarchosyndikalistischen Bewegung entstand ab 1920 der "Syndikalistische Frauenbund", der in seiner Hochzeit bis zu 1.000 Frauen umfasste und von 1921 bis 1930 die Zeitung "Der Frauen-Bund" herausgab. Die Besonderheit dieses anarchosyndikalistischen Frauenzusammenschlusses ergibt sich daraus, dass im Unterschied zur Frauenpolitik anderer Vereinigungen der ArbeiterInnenbewegung bewusst auch nicht erwerbstätige proletarische Hausfrauen und Mütter organisiert wurden. Der Schwerpunkt lag auf dem so genannten Reproduktionsbereich (Haushalt, Kindererziehung). Seine Protagonistinnen, wie z.B. Milly Witkop, die eine Prinzipienerklärung unter dem Titel "Was will der Syndikalistische Frauenbund?" verfasste, Hertha Barwich, Geschäftsführerin der "Reichsföderation syndikalistischer Frauenbünde" in Berlin, und Aimée Köster, Schriftleiterin der Zeitung "Die Schaffende Frau" in Dresden, stellten wiederholt unter Beweis, dass das Private eminent politisch ist. Damit nahmen sie bereits in den 1920er Jahren eine Haltung vorweg, die von der Neuen Frauenbewegung nach 1968 wieder aufgegriffen werden sollte.
"Ich verstehe unter Anarchie einen gesellschaftlichen Zustand, wo die wirtschaftliche Ausbeutung und die politische Unterdrückung der breiten Volksmassen durch privilegierte Minderheiten unmöglich ist (sic!). Mit anderen Worten, einen gesellschaftlichen Zustand, wo die Produzenten selbst Besitzer und Verwalter der Produktionsmittel und aller sozialen Reichtümer sind und wo folglich jede Form der politischen Herrschaft und des wirtschaftlichen Monopolismus Dinge der Vergangenheit sind. Anarchie ist also jene Form der gesellschaftlichen Organisation, wo wirtschaftliche Gleichheit und politische und geistige Freiheit eine Synthese bilden, wo jedem Einzelnen die volle Entwicklung seiner Fähigkeiten gewährt ist, und wo das tiefste soziale Empfinden mit der denkbar größten persönlichen Unabhängigkeit Hand in Hand gehen."
Milly Witkop am 28.08.1916 während ihrer Anhörung in London, die über ihre weitere Inhaftierung entschied.
Rezension aus der Graswurzelrevolution Nr. 322
Buch, 276 Seiten
Winston Smith works for the Ministry of Truth in London, chief city of Airstrip One. Big Brother stares out from every poster, the Thought Police uncover every act of betrayal. When Winston finds love with Julia, he discovers that life does not have to be dull and deadening, and awakens to new possibilities. Despite the police helicopters that hover and circle overhead, Winston and Julia begin to question the Party; they are drawn towards conspiracy. Yet Big Brother will not tolerate dissent - even in the mind. For those with original thoughts they invented Room 101. . .