Sozialistische KlassikerInnen und (räte)kommunistische QuerdenkerInnen jenseits von Einparteiendiktatur, Staatskapitalismus und Führerkult
"Der Kapitalismus ist die erste Gesellschaftsordnung, die eine Ideologie hervorbringt, mittels derer sie sich selbst bescheinigt, 'rational' zu sein. Andere Arten gesellschaftlicher Institution beruhten auf einer mythischen, religiösen oder traditionellen Legitimation. Im vorliegenden Fall wird behauptet, es gebe eine 'rationale' Legitimation. Tatsächlich wurde dieses Kriterium, rational zu sein (...), vom Kapitalismus selbst erst instituiert; und dabei entsteht der Eindruck, als würde die Tatsache, erst vor kurzem instituiert worden zu sein, ihn nicht etwa relativieren, sondern vielmehr unangreifbar machen." (Cornelius Castoriadis)
Autor*innen: Cornelius Castoriadis
Autor*innen: Paul Mattick
Um in kürzerer Zeit mehr Interessierte mit der Marx‘schen Kritik des Kapitalismus vertraut zu machen, wurde von Wal Buchenberg diese kommentierte Kurzfassung aller drei Kapitalbände erstellt, die auf die Vertiefung von Einzelfragen verzichtet, aber auf weniger als 500 Seiten den vollständigen Gedankengang von Marx‘ Hauptwerk im Zusammenhang und seinen eigenen Worten bietet.
Autor*innen: Karl Marx; Wal Buchenberg (Hg.)
Autor*innen: Christian Schmidt
Autor*innen: Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft
Anton Pannekoeks Schrift von 1912 ruft eine Zeitwende in Erinnerung, als die Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts aus ihrer internationalistischen Perspektive heraus den Weg zur Nation fand. Seine Kritik an diesem nationalistischen Opportunismus zeigte eine Alternative auf, die es am Vorabend des Ersten Weltkrieges gab, die aber bedeutungslos blieb. Die Neuauflage von Pannekoeks Buch kann als Denkanstoß für die heutige Zeit wirken, in der - wie damals - unter tatkräftiger sozialdemokratischer Mitwirkung der Krieg als unvermeidbares Mittel der Politik propagiert wird.
Autor*innen: Anton Pannekoek
Wie die Linke auf die Klimakrise reagieren soll, ist heftig umstritten. Dieses Buch macht sich auf die Suche nach Verbindungen zwischen «grünen» und «roten» Perspektiven. Dabei geht es den Autor:innen zunächst darum, die gesellschaftlichen Triebkräfte des Klimawandels theoretisch auf den Begriff zu bringen. Im Rückgriff auf neuere, ökologische Interpretationen des Werks von Karl Marx zeigen sie: Die Klimakrise entspringt nicht dem Wesen des Menschen, sondern den besonderen ökonomischen Gesetzen der kapitalistischen Gesellschaft.
Autor*innen: Katja Wagner, Maximilian Hauer, Maria Neuhauss
Von einer Dissidenz in die andere - so lässt sich die politische Entwicklung des Philosophen und politischen Aktivisten G. M. Tamás beschreiben. War er vor 1989 Teil des demokratischen Samisdat, so vertritt er im heutigen Ungarn einen wiederbelebten und neu entdeckten Marxismus. Aus dieser seiner Geschichte speisen sich auch die Beiträge des Bandes, in denen er nicht nur die politische Entwicklung in Osteuropa nach der Wasserscheide von 1989 beschreibt, sondern auch die Entwicklung des Sozialismus in den letzten zwei Jahrhunderten und den Aufstieg des Nationalstaats in der Arbeiterbewegung und schließlichen Verfall in deren Ruinen.
Autor*innen: Gáspár Miklós Tamás
Autor*innen: Bini Adamczak
Autor*innen: W. Buchenberg
Autor*innen: Anton Pannekoek
Der klassische Staatssozialismus, der aus der Oktoberrevolution von 1917 hervorging, scheiterte nicht zuletzt auf ökonomischem Gebiet. Zwar gelang es sozialistischen Staaten in Osteuropa und Asien in der Nachkriegszeit durch die Übernahme des sowjetischen Systems der zentralen Planwirtschaft Schwerindustrien aufzubauen und Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Nach anfänglichen Erfolgen bei der nachzuholenden Industrialisierung gerieten diese Länder aber in wirtschaftliche Krisen. Das Modell der zentralen Planwirtschaft konnte weder die wachsenden Konsumbedürfnisse der Bevölkerung befriedigen, noch auf die technologischen Herausforderungen aus dem Westen, wie die „mikroelektronische Revolution“, reagieren. Politische Legitimationskrisen der Herrschaft der Kommunistischen Parteien waren die Folge. Nicht wenige Parteikader und ÖkonomInnen des Ostens sahen daher bereits in den 1960er-Jahren marktsozialistische Wirtschaftsreformen als mögliche Lösung der Probleme. Dabei knüpften sie auch an die sowjetische „Neue Ökonomische Politik“ (1921–1928) an.
Autor*innen: Felix Wemheuer (Hg.)