Textsammlung zur Militanzkritik mit den beiden Übersetzungen "Die Militanz als höchstes Stadium der Entfremdung (Organisation des Jeunes Travailleurs Révolutionnaire)" und "Der Militante im 21. Jahrhundert" (Gilles Dauvé).
Broschüre, 60 Seiten
In Robert Foltins Buch werden jene (Revolutions-)Theorien vorgestellt, die in autonomen Szenen diskutiert werden, Wertkritik und Antideutschtum ebenso wie Strömungen, die in soziale Bewegungen intervenieren wie Operaismus, autonomer Antiimperialismus, Insurrektionalismus oder Anarchismus. Am Beispiel konkreter Kämpfe und Auseinandersetzungen wird das Spannungsverhältnis von selbstbezüglicher Subkultur und Massenwirksamkeit ebenso angesprochen wie jenes von Spontaneität und Organisation.
Auf der Suche nach Erkenntnissen, die dazu beitragen können, den herrschenden Pessimismus zu überwinden und wieder aktiv zu werden, durchstreift Éric Hazan 220 Jahre Revolutionsgeschichte: von der Stürmung der Bastille bis zum Sturz von Ben Ali und Mubarak. Dabei gelangt er zu einigen grundlegenden Erkenntnissen: Die wichtigsten Aufstände entstanden nicht aufgrund politischer Ideen, sondern resultierten aus der Wut der Bevölkerung, ein ungünstiges Kräfteverhältnis kann sich von einem Tag auf den anderen wenden, die berühmtesten Episoden sind häufig nur legendäre Konstruktionen und nie tritt nach einem Sieg das viel beschworene Chaos ein.
Die Regionalstudie analysiert anschaulich die von der anarchistisch-syndikalistischen Gewerkschaft angewandten Aktionsformen und Positionierungen innerhalb der politischen und gewerkschaftlichen Debatte, zeigt ihre Erfolge und Konflikte - vom hoffnungsvollen Aufbruch nach 1918 bis hin zur gewaltsamen Zerschlagung 1937.