Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.
Die Zeichnungen und Textauszüge aus den CARNETS NOIRCIS lassen uns in eine 150 Jahre zurückliegende Epoche eintauchen – die Zeit von Rudolf Rocker, von seiner Jugend in Deutschland bis zu seinem Exil in den Vereinigten Staaten: Zensur, Verlust der Staatsangehörigkeit, erzwungene Migration, Inhaftierung, staatliche Gewalt, aber auch eine überaus produktive Herausgabe von Zeitungen und Zeitschriften sowie die Organisation der Arbeiter, um Zugang zu Kultur und Politik zu erlangen.
Autor*innen: Tilo Steireif
„Den folgenden Aufsatz erhielt ich von der amerikanischen Freiheitskämpferin Frau Emma Goldmann, der geistesverwandten Freundin Fürst Peter Krapotkins und Louise Michels. In ihrer Zeitschrift: ‚Mother Earth‘ (‚Mutter Erde‘) und in zahllosen Reden, die sie während mehrerer Jahrzehnte an allen größeren und kleineren Plätzen der Vereinigten Staaten hielt, kämpfte sie kühn und unentwegt für das Recht des Menschen über sich selbst, vor allem für die Rechte der Entrechteten. So kam es, daß sie sich als erste und einzigste Frau, ja man kann wohl sagen als erster und einziger Mensch von Bedeutung in Amerika in breitester Oeffentlichkeit auch der Liebe der Homosexuellen annahm.“ Magnus Hirschfeld (1923)
Autor*innen: Emma Goldman
Für Syndikalist*innen ist die Idee des Generalstreiks zentral: Er gilt als das entscheidende Mittel der Direkten Aktion, um die Verhältnisse radikal umzuwälzen. Aber ein solcher Generalstreik ist voraussetzungsvoll, er lässt sich nicht spontan aus dem Hut zaubern. Wenn es einen Weg zu einer solchen revolutionären Transformation geben könnte, so Torsten Bewernitz, muss der Begriff des Generalstreiks neu überdacht werden – und zwar vor allem unter feministischen Voraussetzungen. Das betrifft u.a. die Zentralität der Reproduktionsarbeit für den Kapitalismus, aber auch den Wandel der Lohnarbeitsverhältnisse und die verschiedenen real existierenden Formen von Streik und streikähnlichen Protesten.
Autor*innen: Torsten Bewernitz
Unter den Trümmern der Geschichte liegen viele Träume vergangener Revolutionen begraben. 1921 war ein Jahr voller Niederlagen für jene Revolutionär*innen, die versucht hatten, sich dem zunehmend autoritären Charakter der Russischen Revolution entgegenzustellen. Meine Erinnerungsarbeit widme ich den Besiegten von damals. Mögen wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und den Mut aufbringen, unsere Träume zu befreien. Es gibt ein Versprechen, das darauf wartet, erfüllt zu werden.
Autor*innen: Johanna Teske
Die Welle der 'Neuen Klassenpolitik' ebbt mittlerweile wieder ab. Und ihre klassenkämpferischen Aktiven treiben zunehmend hinüber in die Linkspartei, NGO- und Organizingjobs, den akademischen Elfenbeinturm, die sozialarbeiterische Passion. Doch einige Basisorganisierungen bleiben stabil: beispielsweise das Syndikat der Freien Arbeiter*innen-Union in unserer Stadt. Es hat mittlerweile über 400 Mitglieder, kann auf erfolgreiche Betriebskampagnen, viele gewonnene Individualkonflikte und starke Außenwirkung zurückblicken. Doch solche Basisorganisierungen, deren Organisationsmacht in den letzten Jahren zugenommen hat, stehen heute vor neuen und tiefgreifenden Problemstellungen.
Autor*innen: Franz Heuholz u.a.
»Angesichts der zweiten Regierung von Donald Trump wissen viele Anarchist*innen und Antifaschist*innen nicht, wo sie anfangen sollen. Während der vorherigen Trump-Regierung bekämpften wir einen scheinbar übermächtigen Gegner, und wir errangen nur einen Sieg, der uns von feigen Demokraten aus den Händen gerissen wurde. Sie machten dort weiter, wo die Republikaner aufgehört haben. Dadurch enttäuschten sie so viele Menschen, dass Trump in der Lage war, an die Macht zurückzukehren. Dies zeigt, dass wir Recht hatten, was das Wesen der Macht betrifft. Aber das ist kein Grund, aufzugeben. Wir sind es der Welt schuldig, für eine echte Alternative zu kämpfen.«
Autor*innen: Crimethinc.
Der Maler Giandante X (bürgerlich Dante Pescò, 1899–1984) war ein italienischer Künstler und politisch engagierter Aktivist aus Mailand und zählte zur Avantgarde der Zwischenkriegszeit und orientierte sich anfänglich am Futurismus, bevor er sich später verstärkt dem sozialkritischen Realismus zuwandte. Giandante X bekundete eine ausgeprägte Überzeugung hinsichtlich des Antifaschismus und nahm am Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner teil. Aufgrund seiner politischen Haltung war er über einen längeren Zeitraum hinweg in finanzieller Not und wurde vom faschistischen Regime verfolgt.
Autor*innen: Werner Abel
Erstmals wird in Band 16 der Gustav Landauer-Werkausgabe seine Lebens- und Werkbiographie als Chronik von Tag für Tag fortgeschrieben. Sie zeigt einen engagierten, unbeugsamen, konsequenten Menschen, dem es als Literaturkritiker, Übersetzer, Roman- und Novellenautor, Vortragsredner und Essayist, Dramaturg und Buchhändler, als libertärer Sozialist und jüdischer Kulturphilosoph, um persönliche Freiheit, Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit für alle Menschen zu tun war. Für diese entschlossene Haltung nahm er auch hohe persönliche Opfer in Kauf: gesellschaftliche Diskriminierung als Anarchist und Jude, bewusster Verzicht auf eine bürgerliche Karriere, wiederholte staatliche Verfolgung und Repression (Prozesse und Gefängnisaufenthalte), Ausgrenzung und Stigmatisierung durch den politischen Gegner, folgenreiche Zerwürfnisse innerhalb der anarchistischen Bewegung, nicht selten ein Leben am Rande des materiellen Existenzminimums und zuletzt sein allzu früher Tod, die bestialische Ermordung im Zuge der Niederschlagung der Revolution in Bayern, ohne dass die Täter für die unmittelbare Mordaktion jemals zur Rechenschaft gezogen wurden.
Autor*innen: Gustav Landauer
Goldman war eine leidenschaftliche Verfechterin von sozialer Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, Arbeiter- und Frauenrechten. Ihr Anliegen waren nicht nur Freiheit und Gleichheit in politischer Hinsicht, sondern auch sexuelle Freiheit und das Recht auf Selbstbestimmung der Frau. Sie kritisierte die traditionellen Eliten der USA, wetterte gegen Religion, Regierungen und Krieg, forderte eine uneingeschränkte Redefreiheit und war stets mit von der Partie, wenn es um Emanzipation von Herrschaft ging – einen Kampf, den sie in der Sowjetunion verloren zu haben glaubte, weshalb sie bereits 1921 das Land verließ.
Autor*innen: Frank Jacob (Hg.)
„Die religiösen Sozialisten kämpfen in bewusster Verantwortung vor Gott und den Menschen in und mit dem revolutionären Proletariat um die sozialistische Neuordnung; sie haben erkannt, dass die Religion beim Aufbau der sozialistischen Gemeinschaft eine entscheidende Rolle spielt … In den sozialistischen Parteien wollen sie das Misstrauen des Proletariats gegen Religion und lebendiges Christentum überwinden, … Das Symbol, unter dem sie ihren besonderen Kampf kämpfen, ist die rote Fahne der proletarischen Revolution mit dem schwarzen Kreuze Jesu Christi.“
Autor*innen: Bund der religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschland e.V. (Hg.)
Der dritte Band der Trilogie zur Geschichte der Antifaschistischen Aktion setzt mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 ein. Im Verlauf der Pandemie formierte sich eine sogenannte Maßnahmenopposition, die maßgeblich von verschwörungsideologischen Milieus und rechtsextremen Akteuren geprägt war. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 ging aus diesem Spektrum eine rechtsgerichtete Friedensmobilisierung hervor. Sogenannte patriotische Bürgerrechtsbewegungen traten in Erscheinung, die fremdenfeindliche Positionen mit sozioökonomischen Abstiegsängsten verknüpften. Vor diesem Hintergrund wurde die AfD zur größten Oppositionspartei im Bundestag und Neonazis entfalteten neue Aktivitäten.
Autor*innen: Bernd Langer
Drei Essays über Anarchismus und eine Gesellschaftstheorie der Möglichkeiten, mit denen David Graeber in seiner unverkennbaren Art die Welt auf den Kopf stellt, um sie besser begreifen zu können. Lesestoff für alle, die an der Widerständigkeit des Sozialen, an Gesellschaftstheorie und Utopie interessiert sind, für alle Konsumkritiker*innen, die sich gerne irritieren lassen und alle Graeber-Fans, die wissen wollen, was ihn eigentlich zum Anarchismus gebracht hat.
Autor*innen: David Graeber