Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.
Der Band vereinigt mit den Texten Politik der Internationale (1869), Die Organisation der Internationale (1871) und Protest der Allianz (1871) zentrale Darstellungen Bakunins zur Internationalen Arbeiter-Assoziation (1864-1877). Gängige Klischees des russischen Anarchisten als theorielosem Putschisten konterkarierend, lassen sie vielmehr erkennen, warum Bakunin immer wieder als »Begründer des revolutionären Syndikalismus« (Gaston Leval) diskutiert wurde.
Autor*innen: Michael Bakunin
Auf der Suche nach einer Erklärung für die fortwährende »Unterentwicklung« der Länder des globalen Südens führt Amin theoretische Konzepte ein, die die gängigen marxistischen Sichtweisen auf die kapitalistische Entwicklung erweitern. Zentral ist sein Konzept der »imperialistischen Rente«, die zum einen aus den gewaltigen Lohnunterschieden zwischen Nord und Süd für gleiche Arbeit resultiert und zum anderen – und hier wird ihre ökologische Dimension deutlich – aus dem ungleichen Zugang zu den natürlichen Ressourcen des Planeten. Um diesem neuen Typ von Rente Rechnung zu tragen, erweitert Amin das Marxsche Wertgesetz zum »globalisierten Wertgesetz«, das auch Faktoren wie Monopolmacht und ungleichen Tausch berücksichtigt. Dieses kann als die heutige historisch-spezifische Ausprägung des Wertgesetzes aufgefasst werden.
Autor*innen: Samir Amin
Eine eklatante kapitalistische Krisenentwicklung hat zu einem neuen Interesse an Marx geführt. Jedoch ist dies nicht automatisch mit einer Renaissance produktiver Marxismus-Beschäftigung gleichzusetzen. Denn im Windschatten eines antikapitalistischen Aufbruchs agieren auch eine ganze Reihe von Marx-Interpreten, denen es nicht darum geht, gesellschaftskritische Artikulationsbedürfnisse zu unterstützen, sondern darum, die Leser in ein Labyrinth einer »reinen«, weltabgewandten Theoriebeschäftigung zu führen.
Autor*innen: Werner Seppmann
Die frühen Texte des Theologen und Erziehungswissenschaftlers Klaus Ahlheim kann man als zeitgeschichtliche Dokumente lesen, sie atmen den Geist der sogenannten 68er Jahre, genauer des Jahrzehnts nach dem Höhepunkt der Studentenbewegung im Frühjahr und Sommer 1968. Es war auch ein Jahrzehnt des kirchlichen und theologischen Aufbruchs, einer anderen Theologie weltweit und eine Zeit der Religions- und Gesellschaftskritik, auch in Kirche und Theologie.
Autor*innen: Klaus Ahlheim
Von einer Dissidenz in die andere - so lässt sich die politische Entwicklung des Philosophen und politischen Aktivisten G. M. Tamás beschreiben. War er vor 1989 Teil des demokratischen Samisdat, so vertritt er im heutigen Ungarn einen wiederbelebten und neu entdeckten Marxismus. Aus dieser seiner Geschichte speisen sich auch die Beiträge des Bandes, in denen er nicht nur die politische Entwicklung in Osteuropa nach der Wasserscheide von 1989 beschreibt, sondern auch die Entwicklung des Sozialismus in den letzten zwei Jahrhunderten und den Aufstieg des Nationalstaats in der Arbeiterbewegung und schließlichen Verfall in deren Ruinen.
Autor*innen: Gáspár Miklós Tamás
In Robert Foltins Buch werden jene (Revolutions-)Theorien vorgestellt, die in autonomen Szenen diskutiert werden, Wertkritik und Antideutschtum ebenso wie Strömungen, die in soziale Bewegungen intervenieren wie Operaismus, autonomer Antiimperialismus, Insurrektionalismus oder Anarchismus. Am Beispiel konkreter Kämpfe und Auseinandersetzungen wird das Spannungsverhältnis von selbstbezüglicher Subkultur und Massenwirksamkeit ebenso angesprochen wie jenes von Spontaneität und Organisation.
Autor*innen: Robert Foltin
Das Projekt der Insurrektionalistischen Antiautoritären Internationalen ist in diesem Buch ausreichend umrissen, ihr möglicher Entwiclungsweg bleibt noch gänzlich zu erdenken...
Eine Analyse der laufenden kapitalistischen Restrukturierung und von den aufständischen Kampfformen, wofür die Anarchisten sich einsetzen.
"Ich erachte es wirklich als ein Zeugnis für schlechten Geschmack und halte es obendrein für schädlich, Bourgeoisie und Proletariat in der demagogischen Grobschlächtigkeit von Hintertreppenkarikaturen aus dem Repertoire des Avanti! oder irgendwelcher "Veranstaltungsredner" darzustellen zu wollen. Es ist leider immer noch eine fürchterlich plumpe sozialistische Rhetorik in Gebrauch, und die Kommunisten haben mehr als jede andere Avantgardepartei ihren Anteil daran, daß sie auch weiterhin Bestand haben wird. Noch nicht zufrieden mit dem "proletarischen Geist", haben sie noch zusätzlich die "proletarische Kultur" ins Spiel gebracht."
Autor*innen: Camillo Berneri
Die Broschüre ist ein Klassiker des Rätekommunismus. Zum Autor: "Henk Canne Meijer war 27 Jahre alt, als die russische Revolution ausbrach. Er gehörte zu den Millionen, für die diese mächtige gesellschaftliche Umwälzung bestimmend für ihr ganzes Leben werden sollte. Er reihte sich bei denen ein, die die russische Revolution bejubelten. Doch die Kritik an ihr von seiten der deutschen linken Kommunisten (...) hatte ihre Wirkung auf ihn. Er stieß zu den oppositionellen Kommunisten, die den selbständigen Kampf der Arbeiter mittels der Arbeiterräte propagierten und sich so gegen den Parteikommunismus wandten (…)."
Autor*innen: Henk Canne Meijer
Ein Text der Gruppe "Solidarity" von 1972, der kurz und bündig auf 14 Seiten den Begriff "Sozialismus" definiert.
Autor*innen: Gruppe Solidarity
In diesem Sammelband befassen sich 20 AutorInnen aus Wissenschaft, Publizistik und Praxis mit den Vorstellungen von Jugend und den Diskursen über die sich ständig wandelnde Arbeit mit Jugendlichen, historisch dokumentiert und durch zahlreiche Abbildungen illustriert. Zentral erscheint dabei das permanente Spannungsfeld zwischen dem Aufbegehren der Jugendlichen einerseits und der kommunalen Ordnungspolitik andererseits. Die Beiträge gelten der antiautoritären Jugendpädagogik des Roten Wien, der mit den Youth Centers beginnenden demokratischen Pädagogik nach 1945, den Krisen der Jugendorganisationen, den sogenannten »Halbstarken« und den Jugendrevolten der 70er Jahre, welche zur Gründung autonomer und kommunaler Jugend- und Kulturzentren in Wien beitrugen.
Autor*innen: Lothar Böhnisch; Leonhard Plakolm; Natalia Waechter (Hg.)