Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.
Ein Buch wider die Ökonomisierung aller Lebensbereiche - in Opposition zu einem System, das die Menschen der Wirtschaft unterordnet, die Freiheit dem Wettbewerb, den Lohn der ArbeitnehmerInnen der Rendite der Aktionäre und die Interessen der Bevölkerungsmehrheit einer kleinen Elite.
Autor*innen: Christopher Stark
In den Weltmarktfabriken Chinas, dem Zentrum der globalen Industrieproduktion, arbeiten Millionen von MigrantInnen. Sie wollen der ländlichen Armut entkommen und erhoffen sich in der Stadt ein besseres Leben. Dort finden sich viele in einer prekären Situation zwischen Fließband und Wohnheim wieder - und leisten zunehmend Widerstand. Im Perlflussdelta, dem industriellen Zentrum Südchinas, dokumentierten und analysierten chinesische AktivistInnen jahrelang die Streiks. Sie interviewten WanderarbeiterInnen, die an Streiks teilgenommen oder diese angeführt hatten, um die innere Dynamik, die Organisierungsformen und die eingesetzte Kampftaktik der Streiks zu verstehen.
Autor*innen: Ren Hao
Noam Chomsky gilt als einer der bekanntesten kritischen Zeitgenossen … und als einer der meistzitierten. Dabei sah sich der US-Amerikaner zeitlebens weniger auf der Seite der Intellektuellen als auf jener der Aktivisten, die gegen die von den USA verordnete globale politische und wirtschaftliche Ordnung aufbegehrten. Der vorliegende Band kann als das politische Vermächtnis des 85-Jährigen gelesen werden.
Autor*innen: Noam Chomsky
Das Buch bietet eine gründliche Aufarbeitung der türkischen Proteste und welchen Einfluss sie auf die türkisch-deutsche Gemeinschaft in Berlin haben. Die Autorinnen setzen sich sehr kritisch mit dem Land und seiner Politik auseinander und schaffen es aber auch, den eigenen sehr humorvollen Charme dieser Bewegung, die ja auf in weite Teile der Türkei überschwappte, einzufangen und anhand von Interviews die Bedeutung für die türkische Community in Deutschland zu beschreiben.
Autor*innen: Canset Icpinar; Ebru Tasdemir
Nach einer missglückten Intimrasur liegt die 18-jährige Helen auf der Inneren Abteilung von Maria Hilf. Dort widmet sie sich jenen Bereichen ihres Körpers, die gewöhnlich als unmädchenhaft gelten. Kaum ein Buch hat in den letzten Jahren soviel Aufsehen erregt wie dieses. Es wurde verrissen, missverstanden, in den Himmel gelobt und als Befreiungsschlag gefeiert. Es hat eine Debatte ausgelöst und wurde auf die Bühne gebracht: eine einzigartige Erfolgsgeschichte!
Autor*innen: Charlotte Roche
Eine Nacht in Sankt Petersburg. Genervt verlässt der Erzähler seine Freundin mitten in der Nacht, um in der Wohnung einer Bekannten unterzuschlüpfen. Doch schon im Treppenhaus begegnet ihm die Nachbarin, ein altes Weiblein, das mit Marihuana handelt und offenbar durch die Wände sehen kann. Und die Wohnung selbst ist nicht leer. Wer dort in der Küche sitzt, die mittels des Gasherds auf Körpertemperatur hochgeheizt wird, ist ihm sofort klar. Die anarchische Künstlergruppe Wojna, berühmt, berüchtigt und gesucht, hat sich eingenistet und plant offenbar neue Aktionen. Sie sind radikal, absolut und kompromisslos politisch...
Autor*innen: Arthur Larrue
Ein Ende des Weltkriegs ist nicht abzusehen. Mühsam in München ist zur Untätigkeit verdammt. Seine Meinung darf er nicht öffentlich sagen, es ist einsam um ihn geworden. Also verfolgt er die Berichte von den vielen Fronten und macht sich sein eigenes Bild.
Autor*innen: Erich Mühsam; Chris Hirte; Conrad Piens (Hg.)
Das Kriegsjahr 1915: Mühsams Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Gemetzels zerschlagen sich, der Friede rückt in immer weitere Ferne. Er braucht das Tagebuch jetzt, um die Wahrheit aus den verlogenen Pressemeldungen herauszufiltern. Wer hat diesen Krieg angezettelt? Wer kann ihn beenden? Wo kann er sich und seine Überzeugungen geltend machen? In der kaisertreuen SPD bahnen sich Umbrüche an – der linke Flügel verweigert neue Kriegskredite, die Spaltung der Partei bahnt sich an. Gespannt verfolgt Mühsam die Entwicklung und sucht nach Verbündeten für eine Antikriegsbewegung unter anarchistischen Vorzeichen: bei Pazifisten, linken Sozialdemokraten, Anarchisten.
Autor*innen: Erich Mühsam; Chris Hirte; Conrad Piens (Hg.)
Der dritte Band der »Tagebücher« beginnt im Juni 1912 mit Heft 10, und knüpft an den vorherigen an: Er erzählt von seinen Erlebnissen in der Münchner Boheme, von Klatsch und Tratsch ebenso wie von Theateraufführungen, Diskussionen, Finanznöten und Liebesaffären. Die regelmäßige Rechenschaft seit knapp zwei Jahren hat sich gelohnt, sein Tun ist planvoller geworden. Doch kurz nachdem er Heft 11 begonnen hat, versiegt seine Feder. Erst nach 20 Monaten Tagebuchabstinenz geht es weiter – mit einem gewaltigen Donnerschlag. Der 1. Weltkrieg hat begonnen. Mühsam braucht das Tagebuch jetzt, um Schock und Verzweiflung in Worte zu fassen, die Trümmer seiner alten Gewissheiten neu zu sortieren.
Autor*innen: Erich Mühsam; Chris Hirte; Conrad Piens (Hg.)
»Die Fabel vom Aufstand der Tiere des Farmers Jones und vom allmählichen Umschlag der Revolution in ihr den status quo ante wiederherstellendes Gegenteil gehört zu den bekanntesten literarischen Werken des 20. Jahrhunderts. Der Satz ›Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als andere‹ wurde zum geflügelten Wort.«
Autor*innen: George Orwell
In »Diktatorpuppe zerstört, Schaden gering.« wird in rund 90 Text- und Bildbeiträgen nach künstlerischen und kulturellen Strategien geforscht, die den postnazistischen Einklang zu stören vermögen. Kunst wird auf das analytische und praktische Potential hin abgeklopft, das sie geschichtspolitisch entfalten kann. Dabei gehen die Herausgeberinnen keineswegs davon aus, dass Kunst unumgänglich ist, um kritisch in den Postnazismus zu intervenieren. Jedes Mittel ist recht, so lange es nachhaltig wirkt - behaupten sie - und sehen nach, was die Kunst beizutragen hat.
Autor*innen: Lisa Bolyos; Katharina Morawek (Hg.)
Arthur Koestler war einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Doch sein erstes Buch, das 1934 auf Deutsch erschien, blieb weitgehend unbekannt und gilt heute als verschollen. Im Reportageband "Von weißen Nächten und roten Tagen" fasste Koestler seine Eindrücke aus zwei Reisen zusammen, die er im Sommer 1931 und im Herbst 1932 tief im Inneren der Sowjetunion unternahm.
Autor*innen: Arthur Koestler