Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.
Die POUM (Arbeiterpartei der marxistischen Einigung) war, in Worten von Günter Grass, „eine spanische linkssozialistische Arbeiterpartei, die, innerhalb des republikanischen Lagers, von den Kommunisten bekämpft und mit stalinistischen Methoden als Trotzkisten-Partei verfolgt wurde“. Gegründet wurde sie von oppositionellen Kommunisten, die als „Abweichler“ ausgeschlossen worden waren. Im Juni 1937 ließ der sowjetische Geheimdienst nach Kämpfen in Barcelona ihre Führung verhaften. Ihr Sekretär Nin wurde ermordet. Der Band schildert das Schicksal der Partei vor dem Hintergrund des revolutionären Prozesses und diskutiert u.a. ihre Vorschläge für den Kampf gegen die Putschisten und das Verhältnis zu den Anarchisten. Er vereinigt neuere Aufsätze und Auszüge aus einer vergriffenen Darstellung des Autors und berücksichtigt neueste Erkenntnisse nach Öffnung der sowjetischen Archive.
Autor*innen: Reiner Tosstorff
Die Musikerin „FaulenzA“ beschreibt aus ihren persönlichen Erfahrungen die Diskriminierung gegen trans*Frauen und gibt Anregungen für mehr Sensibilität und Support: Sie erklärt Trans*misogynie als ein Zusammenwirken von Feminitätsfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Klassismus und Ableismus und richtet ihren Schwerpunkt darauf, wie sie dies auch in feministischer und queerer Szene zu spüren bekommt. Trans*Frauen wird hier oft mit Skepsis, Ablehnung und Unbehagen begegnet. Sie stehen unter dem Druck zu beweisen, dass sie keine Cis-Männer sind, werden oft nicht als selbstverständlicher Teil feministischer Bewegung akzeptiert und ihre Perspektiven nicht gesehen. Manche Frauenräume/FLT*I* Räume schließen ganz offen trans*Frauen aus, in anderen erfahren sie Ausschlüsse auf subtilere Weise.
Autor*innen: Faulenza
Nach der Ermordung von Michael Brown in Ferguson/Missouri und Eric Garner in New York City durch weiße Polizisten kam es Ende 2014 in den USA zu Massenprotesten gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt. Die aus diesen Protesten hervorgegangene BlackLivesMatter-Bewegung, die bis heute durch zahlreiche weitere willkürliche Morde an Schwarzen Menschen befeuert wird, entlarvt die Vorstellung einer post-rassistischen USA als Illusion und hat eine neue Generation von Aktivist*innen hervorgebracht, die das Vermächtnis der Black Power-Bewegung der 1960/70er Jahre fortsetzt.
Autor*innen: Keeanga-Yamahtta Taylor
Decolonize the City! versteht sich als notwendige Intervention in die deutschsprachige Debatte zur ›europäischen Stadt‹. Die Autor*innen fordern eine urbane Dekolonisierung und fragen aus einer rassismuskritischen und solidarischen Perspektive nach dem Alltag und den Kämpfen postkolonialer Migrant*innen und People of Color in der Stadt.
Autor*innen: Zwischenraum Kollektiv (Hg.)
„Alles ist gut, alles ist gut, wenn man etwas zu essen hat“, singt die Schildkröte Allesistgut tagein tagaus vor sich hin, während sie sich von den stacheligen Kaktusfeigen ernährt, die überall auf der Insel wachsen und die nur sie alleine fressen kann. Die Freuden und Sorgen der anderen Tiere auf der Insel sind ihr egal. Selbst als einige gefräßige Schweine auf die Insel gelangen, die den anderen Tieren das Leben schwer machen, zieht die Schildkröte weiter gemächlich ihre Runden. Auf die Hilfegesuche der anderen Tiere reagiert die Schildkröte nicht, denn sie und ihre stacheligen Kaktusfeigen haben von den Schweinen nichts zu befürchten. So ist sie neben den Schweinen bald das letzte Tier auf der Insel und das wird ihr schließlich zum Verhängnis...
Autor*innen: David Acera; Nanu González
Es gibt Tage, da ist einfach alles wunderbar: das Familienleben ist harmonisch und man sieht die Welt wie durch eine rosarote Brille. Doch dann gibt es wiederum diese anderen Momente, in denen Mama und Papa einfach nicht das tun, was das Kind möchte. Dann staut sich in den lieben Kleinen eine unbändige Wut, die wie eine scharlachrote Wolke über der ganzen Familie hängt und sich am Ende in Form eines enormen Wutausbruchs entlädt. Eine Geschichte über Wünsche, Emotionen und die Wichtigkeit zu wissen, wie man richtig zuhört und miteinander kommuniziert.
Autor*innen: Susana Gómez Redondo
Die US-amerikanische Schriftstellerin Meredith Tax und (seit den späten 1960er Jahren) aktive Feministin ist fasziniert von den kurdischen Frauenmilizen der faktisch autonomen, selbstverwalteten Region Rojava, die u.a. die ›Befreiung der Geschlechter‹ anstrebt und sich dabei auf das gesellschaftspolitische Konzept einer ›Demokratischen Autonomie‹ stützt, in der alle kommunalen und überregionalen Räte der Nordsyrischen Föderation mit einer Frauenquote von mindestens 40% besetzt werden sollen und alle wichtigen Verwaltungspositionen mit einer männlich/weiblichen Doppelspitzen.
Autor*innen: Meredith Tax
Fatcatamocat steht für Trash-Art, Low-Fi culture und DIY. Fatcatamocat ist eine Gruppe von Menschen aus Tirol und Wien, die sich mit den Medien Comic, Literatur, Grafik und Zeichnung sowie Photographie beschäftigt. Das gemeinsame Produkt ist die Katzen_Post. Und da lassen wir mal lieber andere zu Wort kommen: "Krank. Pervers. Entartete Kunst!" (Becci B.)
Gustav Landauers geschichtsphilosophische Monographie „Die Revolution“ erschien 1907 in der renommierten, vierzig Bände umfassenden Reihe „Die Gesellschaft“ (1906-1912), herausgegeben vom Religions- und Sozialphilosophen Martin Buber. Sie zählt bis heute zu den bedeutendsten essayistischen Abhandlungen im deutschsprachigen Anarchismus.
Autor*innen: Gustav Landauer
Jens Kastner: Kunst und Anarchismus. Systematisierungsversuch eines ambivalenten Verhältnisses
Carsten Kaven: Das libertäre Vermächtnis - Gedanken zur sozialen Revolution im Spanischen Bürgerkrieg #
Philippe Kellermann: Die Zeitschrift Der Syndikalist im Jahr 1919 und die Russische Revolution. Teil 1: Dezember 1918- August 1919
uvm.
Autor*innen: Philipp Kellermann (Hg.)
Sie wollten den Frieden und wurden von allen im Stich gelassen: von Gewerkschaften, Parteien und von Politikern. Im Januar 1918 traten in München ca. 8.000 Menschen der Munitions- und Waffenindustrie in den Streik. Allen voran: Kurt Eisner und Sarah Sonja Lerch. Durch Generalstreik wollten sie Frieden, aber sie wurden bespitzelt, eingeschüchtert, Monate lang in Untersuchungshaft genommen, an die Front geschickt. Knapp 20 dieser bisher unbekannten Frauen und Männern setzen Cornelia Naumann und Günther Gerstenberg mit ihrem Lesebuch ein Denkmal. Sie veröffentlichen zum ersten Mal die Verhaftungs- und Verhörprotokolle dieser mutigen Menschen und ihre erschütternden Biografien, zum Teil mit Fotos und Originalen der Signalements, versehen mit einem einleitenden Vorwort und einem Glossar.
Autor*innen: Cornelia Naumann; Günther Gerstenberg (Hg.)
Die Ende der 1920er Jahre in Genf gegründete Aktionsliga der Bauarbeiter (LAB) stellt gewissermassen den bewaffneten Arm des Schweizerischen Bau- und Holzarbeiterverbands (SBHV) dar und wird zu einer konstanten Bedrohung für die Arbeitgeberschaft. Ein Unternehmer, der den Vertrag nicht respektierte, riskierte damals die schlichte Zerstörung seiner Baustelle. Trotz der Vorladungen und Verhaftungen schaffen es die spektakulären Aktionen der LAB, ein neues System der Gesamtarbeitsverträge durchzusetzen. Der spektakuläre Aktivismus der LAB ist bezeichnend für die Hoffnungen und Spannungen in der Schweizer Arbeitswelt der Zwischenkriegszeit, die vorliegende Studie ist ein wertvoller Beitrag zur Erneuerung der Arbeitermilitanz.
Autor*innen: Alexandre Elsig