Bücher zum Anarchismus, Postanarchismus und libertären Gesellschaftsentwürfen
Sammlung historischer Texte der anarchistischen Bolschewismuskritik aus dem deutschsprachigen Raum 1918 - 1933 - von Rudolf Rocker, Pierre Ramus, Erich Mühsam, Fritz Oerter, Augustin Souchy, Erich Mühsam, Max Nettlau uvm. Herausgegeben von Philippe Kellermann
Autor*innen: Philipp Kellermann (Hg.)
Der Band "anarchistische geographien" stellt die erste umfassende deutschsprachige Publikation dar, in der geographische Perspektiven und Konzepte mit Kämpfen, Praktiken und politischen Ideen von Anarchismen zusammengebracht und zusammengedacht werden. Aus verschiedenen Perspektiven werden herrschaftskritische Raumproduktionen von Anarchismen, ihre Grenzen und ihre Potenziale in und an aktuellen Kämpfen thematisiert. Dabei wird unter anderem an die mit feministischen Positionen geteilten Zugänge zu Wissen und Macht, Diskurse kritischer Pädagogik oder die Migrations- und Wohnungsforschung angeschlossen und spezifisch anarchistische Perspektiven auf diese angewendet.
Autor*innen: germaine f. spoerri; Ferdinand Stenglein (Hrsg.)
Die Herausgeber*innen haben ein breites Spektrum an Autor*innen eingeladen, ihre Vorstellungen darüber, wie eine herrschaftsfreie, demokratische Wirtschaft organisiert werden könnte, einmal ganz konkret auszubuchstabieren. Herausgekommen ist ein Band mit Texten von Schriftsteller*innen, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen über partizipatorische Planwirtschaft, vernetzte Räte und politische Selbstbestimmung bis hin zu rechtlichen Perspektiven, philosophischen Praktiken oder reproduktiven Fragen einer zukünftigen Ökonomie.
Autor*innen: Thomas Stölner, Uwe H. Bittlingmayer, Gözde Okcu (Hg.)
Obwohl der Anarchismus sich gegen jede Form der Götzenbilder und Heroisierungen stellt, errichtet er seine ganz eigenen Mythen und Heldenerzählungen. Ewgeniy Kasakow fühlt diesen Verklärungen auf den Zahn und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum zeitgenössischen Anarchismus. Denn nur aus dem wirklichen Verständnis der eigenen Vergangenheit ist Fortschritt möglich.
Autor*innen: Ewgeniy Kasakow
Mit Anarchistische Ökologien zeigt Milo Probst, wie Anarchistinnen und Anarchisten zwischen 1870 und 1920 immer wieder nach neuen Formen suchten, diese Erde zu bewohnen und von ihren Reichtümern zu leben. Dabei lässt der Historiker vielfältige Stimmen zu Wort kommen, von Berühmtheiten wie Pëtr Kropotkin oder den Brüdern Élie und Élisée Reclus über unbekanntere Autoren wie Jean Grave oder André Léo bis hin zu anonymen Verfassern von Zeitungsartikeln. Auf unterschiedliche Weise sehnten sie sich alle nach einem anderen Umgang mit Mitmenschen und Umwelten: einem anderen Gebrauch der Erde, anderen Arbeitsformen und Techniken, einer anderen Beziehung zum eigenen Körper. Das macht sie jedoch nicht zwingend zu visionären Vorläufern und Vorläuferinnen des gegenwärtigen ökologischen Denkens. Vielmehr plädiert dieses Buch – ganz in anarchistischer Manier – dafür, die Fähigkeit von Menschen ernst zu nehmen, kreativ und selbstbestimmt mit ihren Umweltbeziehungen zu experimentieren.
Autor*innen: Milo Probst
Der 7. Oktober 2023 markiert eine Zäsur. Der größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit der Shoa geht in seiner Bedeutung und den Auswirkungen weit über Israel hinaus. Als Zäsur betrifft er nicht nur Jüdinnen und Juden, gleichwohl diese vorrangig unter dem weltweit grassierenden Antisemitismus leiden, er zwingt auch alle anderen sich in der Debatte zu verhalten, wenn nicht zu positionieren.
Das anarchistische Lager bildet hier keine Ausnahme und so divers der Anarchismus ist, so verschieden sind die Sichtweisen auf den 7. Oktober und seine Folgen. Tragischerweise geraten auch die erklärten KämpferInnen für die Freiheit immer wieder auf antisemitische Abwege, wobei dies keineswegs neu ist. Im historischen Anarchismus hat es sowohl Antisemitismus wie auch dessen entschlossene Bekämpfung gegeben.
Autor*innen: Frederik Fuß (Hg.)
Der Anarchismus bietet eine hervorragende Grundlage für eine prinzipielle Rechtskritik. Dies schließt jedoch nicht aus, dass auch eine andere Art des Denkens über Recht möglich ist. Die „positive Anarchie“ beinhaltet ein Gesellschaftsbild ohne unterdrückende Macht und stützt sich auf Ordnung, Dynamik, Rationalität sowie Mutualismus und Föderalismus. Dieses Konzept lässt sich mithilfe des Rechts näher ausarbeiten. Der Gedanke findet sich bereits bei Proudhon, Kropotkin und Bakunin, vor allem aber bei der niederländischen libertären Juristin Clara Meijer-Wichmann, die vor über einem Jahrhundert ihre Sichtweise zum Strafrecht entwickelte.
Autor*innen: Thom Holterman (Hg.)
Ich werde in diesem Artikel von der Feststellung ausgehen, die ich, wie viele andere, von dieser Realität machen: dass dies ganz gewiss nicht die Freiheit ist, dass die Freiheit etwas völlig anderes sein muss. Und ich richte mich somit an all jene, die diese Feststellung teilen.
Autor*innen: Horst Stowasser
Autor*innen: Philippe Kellermann (Hg.)
Autor*innen: Philippe Kellermann (Hg.)
Behandelt werden einerseits die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Themen wie der Gewaltfrage, der Pädagogikkonzeptionen oder der Analyse des Staates, sowie hinsichtlich des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Deutschland. Andererseits wird sich unorthodoxen Gruppen wie Socialisme ou Barbarie, einem unorthodoxen Marxisten wie Max Adler, einem Ethnologen der Herrschaftsfreiheit wie Pierre Clastres oder der schon in den Vergangenheit gestellten Frage nach dem Verhältnis von Anarchismus und Marxismus gewidmet.
Autor*innen: Philippe Kellermann (Hg.)